Ausstellung 17.10.21 bis 22.05.22

Franz Marc Museum

Die Genese des Kopffüßlers

Horst Antes zum 85. Geburtstag

Kochel am See, Franz Marc Museum: Die sechziger Jahre, in denen Horst Antes Kopffüßler entstanden, waren eine Zeit gesellschaftlicher Umbrüche. Die idealtypische Erscheinung des Kopffüßlers ließ viele Projektionen zu. Bis 22.5.22

Die sechziger Jahre, in denen Horst Antes Kopffüßler entstanden, waren eine Zeit gesellschaftlicher Umbrüche.

Horst Antes, geboren 1936, mag die Studentenrevolten in Paris und Berlin, den Protest der Jugend gegen die seit Ende des Faschismus nicht aufgelösten Widersprüche und Verschleierungen aus der Distanz betrachtet haben. Als Künstler hat er auf das Infragestellen der herkömmlichen Ordnung sehr eindeutig, mit der Wiedereinführung des Figürlichen in die Malerei reagiert, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Abstraktion dominiert wurde.

Die idealtypische Erscheinung des Kopffüßlers ließ viele Projektionen zu und wies über die jüngere Vergangenheit und die aktuelle Geschichte hinaus. Mit seinem großen, im Profil gesehenen Kopf, der aus der Stirn sich bruchlos fortsetzenden Nase, dem fehlenden Rumpf und den direkt am Kopf ansetzenden Beinen und Füßen ist es eine Phantasiegestalt, die sich künstlerisch in viele Richtungen weiterentwickeln ließ.

Das Franz Marc Museum verdankt seinen großen und repräsentativen Bestand an Werken Horst Antes’ den Münchener Galeristen Etta und Otto Stangl, die den Künstler vertraten. Die Ausstellung zeigt daher nicht nur Kopffüßler in vielen Varianten, sie spiegelt auch die Freundschaft zwischen den Galeristen und dem Künstler mit Karten, Briefen und Skizzen aus ihrer Korrespondenz.

Franz Marc Museum ist bei:
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1050447 © Webmuseen