Version
30.6.2025
Olga Meerson, Henri Matisse zu „Die Malerin Olga Meerson”, DE-82418 Murnau
Olga Meerson, Porträt von Henri Matisse, 1911, Öl auf Leinwand
Privatsammlung, Foto: Nikolaus Steglich, Starnberg

Ausstellung 11.04. bis 09.11.25

Die Malerin Olga Meerson

Schülerin von Kandinsky, Muse von Matisse

Schlossmuseum

Schloßhof 2-5
DE-82418 Murnau
Nicht mehr besuchbar:
Ausstellungsende erreicht.

Obwohl sie zeitgleich mit Gabriele Münter Schülerin von Wassily Kandinsky in der Münchner Phalanx-Schule war, ihre Ausbildung wenige Jahre später in Paris bei Henri Matisse fortsetzte und schließlich in die großbürgerliche Münchner Familie Pringsheim einheiratete, sind Olga Meersons künstlerisches Schaffen und ihre weitverzweigten Lebenswege heute kaum mehr greifbar.

Das Schloßmuseum Murnau hat sich daher auf akribische Spurensuche begeben und ermöglicht in dieser Ausstellung Einblicke in das Schaffen und das Netzwerk einer Künstlerin, die wie Gabriele Münter in München als Malschülerin begann.

Meersons Spuren führen von der Malschule Anton Ažbes und der Damen-Akademie des Künstlerinnenvereins über die Malaufenthalte der Phalanx-Schule in Kochel und Kallmünz hin zu Matisse nach Paris und Collioure. 1907 trafen Münter, Kandinsky und Meerson noch einmal im Pariser Vorort Sèvres zusammen. 1911 entstanden in Collioure die gegenseitigen Porträts von Matisse und Meerson, die von ihrer tiefen Freundschaft zeugen.

Nachdem Olga Meerson 1912 Heinz Pringsheim, den Schwager von Thomas Mann, geheiratet hatte, erfolgte 1913 der Umzug nach Berlin. Dort nahm Meerson 1922 gemeinsam mit Wassily Kandinsky, Robert Genin, Nikolai Iszelenov und Maria Lagorio an einer Ausstellung russischer Künstler in der Gutenberg-Buchhandlung teil, bei der sie auch ihr Matisse-Porträt zeigte. Nur acht Jahre später nahm sie sich in Berlin mit 47 Jahren das Leben.

POI

Ausstellungsort

Schloss­museum

Der Blaue Reiter, Gabri­ele Münter, Land­schaft. Hinter­glas­kunst aus Europa und Asien. Kultur­ge­schichte Mur­naus.

Bis 26.11.2026, im Haus

Paul Klee. Der Poet des Blauen Reiter

Arbeiten des „Blauen Reiter” werden in Dialog gesetzt zu dem Schaffen Paul Klees.

Museum, Murnau

Gabriele Münter-Haus

Gabri­ele Münter lebte bis 1914 mit Wassily Kan­din­sky und später mit Unter­bre­chun­gen mit ihrem späte­ren Lebens­ge­fähr­ten Jo­han­nes Eich­ner (1886-1958) bis zu ihrem Tode 1962 in diesem Haus.

Bis 8.11.2026, Großweil

ZeitRäume

An sechs unter­schied­lichen Orten im Museums­gelände lassen sich neue Geschichten und Personen entdecken, die in den histo­rischen Häusern bislang noch nicht thema­tisiert wurden.

Bis 8.11.2026, Großweil

Alltags­Schätze

Die Aus­stellung erzählt anhand ausge­wählter Objekte spannende und berührende Geschichten von den Menschen, die sie einst besessen haben.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#3103007 © Webmuseen Verlag