Version
16.6.2017
Sternenmantel zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg
Sternenmantel Heinrichs II., Regensburg, um 1020, Goldstickerei in Anlegetechnik
Foto: R. Göttlinger
Kasel zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg
Rationale, erstes Viertel 11. Jahrhundert, Goldstickerei in Anlegetechnik
Domkreuz zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg
Domkreuz, 11. Jahrhundert (Holzkern mit Reliquien), 18 und 19. Jahrhundert
Armreliquar zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg
Armreliquiar des Hl. Veit, Bamberg?, zweite Hälfte 15. Jh., Silber
Krippe zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg
Anbetung der Könige, Stefan Lanthaler, 2. Hälfte 20. Jahrhundert, Holz, farbig gefaßt
Uhrwerk zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg
Werk der Domturmuhr, Pankratz Kümmelmann, 1562, Schmiedeeisen
Glasfenster zu „Diözesanmuseum (Museum)”, DE-96049 Bamberg

Museum

Diözesanmuseum

Ganzjährig:
Di-So 10-17 Uhr

Das Diözesanmuseum im Domkapitelhaus präsentiert fast ausschließlich Sakralkunst. Von größter Bedeutung sind insbesondere die Kaisermäntel des 11. Jahrhunderts und weitere hochmittelalterliche Textilien.

Geschichte

Kaiser Heinrich II. (†1024) und seine Gemahlin Kunigunde (†1033) haben das von ihnen 1007 gegründete Bistum Bamberg mit wertvollen liturgischen Geräten, Reliquien, Paramenten und Büchern ausgestattet. Mit der Säkularisation des Fürstbistums Bamberg 1802/1803 blieben nur die unverkäuflichen Reliquien und Reliquiare im Dom zurück. Die Kaisermäntel kehrten 1851 wieder nach Bamberg zurück.

Kaisermäntel

Der Sternenmantel trägt eine Widmung an Kaiser Heinrich II., einen von den vier Wesen der Apokalypse umgebenen Christus und andere äußerst kunstvoll gearbeitete Darstellungen. Weitere bedeutende Werke mittelalterlicher Textilkunst sind die beiden Mäntel der HI. Kunigunde sowie der Reitermantel (12. Jahrhundert).

Textilien

Der Ornat des Papstes Clemens II. (†1047) aus seinem Grab im Westchor des Bamberger Domes ist der älteste nahezu vollständig erhaltene Papstornat des 11. Jahrhunderts.

Aus dem Grab des Bamberger Bischofs Gunther (†1065) stammt ein Seidentuch, möglicherweise ein Geschenk des byzantinischen Kaisers.

Domkreuz

Das eindrucksvolle Domkreuz, ein Elfenbeinkruzifix des 12. Jahrhunderts mit moderneren Ergänzungen, wird auch heute noch an Fronleichnam von 18 Männern durch die Straßen der Stadt Bamberg getragen.

Liturgisches Gerät

Weitere bedeutende Exponate sind ein Elfenbeinkruzifix des 12. Jahrhunderts, Reste des Domschatzes und des Schatzes von St. Michael, der Osterleuchter des 12. Jahrhunderts, die barocken Ostensorien für die Häupter von Heinrich und Kunigunde sowie eine barocke silberne Prozessionsmadonna des 18. Jahrhunderts, dazu Tragaltärchen des 12. Jahrhunderts, Kelche aus verschiedenen Jahrhunderten, Monstranzen, Gefäße für Wein und Wasser, Rauchfässer und Kreuze.

Ein Teil der Stücke wird auch heute noch bei festlichen Gottesdiensten benutzt.

Kreuzgang

Im Kreuzgang, der als Lapidarium dient, sind Plastiken aus verschiedenen Kirchen der Erzdiözese Bamberg aufgestellt. Besonders bedeutungsvoll sind die Figuren des Fürstenportals (1235) sowie der Adamspforte (1229), die vom Dom stammen.

Die anschließenden Räume bergen vor allem Zeugnisse religiöser Volksfrömmigkeit, wie z.B. Votivgaben, Rosenkränze, Krippen und Zunftstangen. Auch die Krippen des 18. bis 20. Jahrhunderts haben hier ihren Platz.

Im Treppenhaus hängen 2 großformatige Bilder sowie ein Hungertuch von 1500.

Der Verfasser hat das Museum am 20.3.2018 besucht.

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Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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