Version
11.1.2013
Hitlers Regierungssitz zu „Dokumentation Obersalzberg (Museum)”, DE-83471 Berchtesgaden
Der historische Berghof, Hitlers Regierungssitz am Obersalzberg
© Institut für Zeitgeschichte
Idyll und Verbrechen zu „Dokumentation Obersalzberg (Museum)”, DE-83471 Berchtesgaden
Blick in die neue Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen”
© Institut für Zeitgeschichte / Leonie Zangerl
Klickfernseher „Hintersee” zu „Dokumentation Obersalzberg (Museum)”, DE-83471 Berchtesgaden
Klickfernseher „Hintersee” der Firma Plastiskop

Museum

Dokumentation Obersalzberg

(Wiedereröffnung am 27. September 2023)

Salzbergstraße 41
DE-83471 Berchtesgaden
Seit 27.9.2023:
Di-So 9-17 Uhr
April bis Okt:
tägl. 9-17 Uhr

Zwischen 1933 und 1945 war der Obersalzberg ein nationalsozialistisches Machtzentrum: über ein Viertel seiner Amtszeit verbrachte Adolf Hitler hier. In seinem Berghof entschied der Diktator in einem Kreis enger Vertrauter über Verfolgung, Krieg und Völkermord. Zugleich war der Obersalzberg die Kulisse für Hitlers Inszenierung als angeblich sympathischer „Volkskanzler”: auf Fotografien und Filmaufnahmen wurde dieses Trugbild millionenfach verbreitet und wirkt bis heute nach.

Die Dauerausstellung ist die weltweit einzige, die eine Gesamtansicht der nationalsozialistischen Diktatur bietet. Mit ausgewählten historischen Objekten, Dokumenten und Biografien informiert sie in fünf Kapiteln über die Geschichte dieses historischen Ortes, an dem die wundervolle Landschaft eng mit den Schrecken der NS-Herrschaft verbunden ist.

In wenigen Jahren wurde der Obersalzberg vom Bergbauerndorf zum abgeriegelten Führersperrgebiet umgebaut: eine eigentümlichen Atmosphäre aus privatem Wohnsitz und Regierungssitz. Die „Volksgenossen” strömten in regelrechten Wallfahrten zu ihrem „Führer” an den Obersalzberg. Hier empfing er Staatsgäste und bereitete die Kriege vor, die er führen wollte.

Es gibt keinen Komplex der nationalsozialistischen Massenverbrechen, der nicht mit dem Obersalzberg verknüpft ist: Millionen Menschen starben wegen der mörderischen Entscheidungen, die hier getroffen wurden.

1945 endete der Krieg auch am Obersalzberg. Hitler hatte den Ort schon fast ein Jahr zuvor verlassen. Nun nahmen Amerikaner und Franzosen das Führersperrgebiet kampflos ein.

Die Ausstellung endet mit einem Rundgang durch die Bunkeranlage. Dort erzählen zahllose Wandinschriften und Graffiti die Geschichte des Bauwerks. Zwei Installationen informieren über die Themen Zwangsarbeit und Luftkrieg.

POI

Bergwerk, Berchtesgaden

Erlebnis­welt Salz­berg­werk Berchtes­gaden

Modernes Erlebnisbergwerk mit Grubenbahn, Holzrutsche und Spiegelsee. Sole­ge­win­nung, Siede­salz­erzeu­gung, berg­männi­sches Brauch­tum.

Museum, Berchtesgaden

Museum Schloss Adels­heim

Berch­tes­gade­ner Holz­hand­werk mit bemal­ten Span­schach­teln, Spiel­zeug, Schaffel, Flöten, Filigran­dosen, Bein- u. Elfen­bein­schnitze­reien, Krippen- und Heiligen­figuren.

Zentrum, Berchtesgaden

Haus der Berge

Ausstellung über die alpine Natur, Videofilme, Diatonschauen und Informationsmaterial. Antworten auf Naturschutz- und Nationalparkfragen.

Schloss, Berchtesgaden

König­liches Schloss und Reh­museum

Ehe­ma­liges Augu­stiner-Chor­herren­stift, seit 1810 Jagd- und Wohn­schloss der Wittels­bacher. Skulp­turen­samm­lung, Waffen­kammern, Renais­sance­säle, Por­zellan­samm­lung, Empire- und Bieder­meier­möbel, Gemälde der Münch­ner Schule. Rosen­garten, „Reh­museum”.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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