Version
5.5.2015
 zu „Dorfschulmuseum Hengstfeld (Museum)”, DE-74599 Wallhausen
Klassenzimmer, Mitte der 60er Jahre

Museum

Dorfschulmuseum Hengstfeld

Kochhecke 15
DE-74599 Wallhausen
07955-9381-0
Ganzjährig:
nach Vereinbarung

Das ursprüngliche Schulhaus, heute Verwaltungsstelle Hengstfeld, hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte: nach der Reformation wurde das Beinhaus des Friedhofs, wo ursprünglich die bei der Neubelegung von Gräbern vorgefundenen Knochen aufbewahrt wurden, zu einem kleinen Wohnhaus erweitert. Dieses erwarb der Pfarrer Leonhard Bieber 1619 und stiftete es als Schulhaus, denn bis 1619 werden die freiwillig am Unterricht teilnehmenden Kinder in der Wohnung des Lehrers im Lesen, Schreiben und Singen unterrichtet.

In diesem kleinen, einstöckigen Schulhäuschen wohnten die Schulmeister mit ihren oftmals großen Familien. Man kann es sich heute kaum vorstellen zu unterrichten, einen Handwerksberuf auszuüben und selbst noch eine größere Anzahl eigener Kinder aufzuziehen, alles in einem einzigen Raum, der zudem noch von der Lehrersfrau für ihre Hausarbeit genutzt wurde.

1833 wurde das Schulhaus erweitert, nachdem 130 bis 150 Kinder die Schule besuchten. Es wurde von Grund auf renoviert und um 3 Meter verlängert sowie ein zweiter Stock als Lehrerwohnung aufgesetzt.

Trotzdem blieb die Raumnot bestehen. 1895 erbaute die Gemeinde Hengstfeld eine neue Schule: zwei große Klassenräume, im Dachgeschoß eine Lehrerwohnung und wie üblich im Hof eine Latrine. Somit konnten im Untergeschoß die Klassen 1 bis 4 und im 1. Stock die Klassen 5 bis 8 unterrichtet werden. Üblich waren Klassenstärken von nahezu 100 Kindern, daher mussten Räume im alten Schulhaus, mittlerweile Rathaus der Gemeinde Hengstfeld, zu Schulzwecken wieder benutzt werden, besonders als zwischen 1955 und 1965 ein Aufbaukurs für begabte Schüler ab der 5 Klasse eingerichtet wurde.

Ab 1965 besuchten die Hengstfelder Kinder die Hauptschule in Rot am See und ab 1973 die Grundschule in Wallhausen.

Was wäre eine Schule ohne ihre Lehrer? Über die Hengstfelder Schullehrer hat Otto Ströbel in seiner Ortschronik nicht nur Erfreuliches geschrieben.

Julius-Wengert-Stube

Ein Leben für den Männergesang: zu Ehren von Julius Wengert, Lehrer in Heslach und Öhringen, Rektor in Stuttgart, später Hofmusikdirektor und Chorleiter bedeutender Stuttgarter Chöre, wurde das erste Stockwerk, einst Übungsraum des Hengstfelder Gesangvereins, als Museumsraum eingerichtet – mit allen noch vorhandenen Möbel, Urkunden, Kompositionen, Familienpapieren, Fotos und weiteren Gegenstände aus dem Nachlass des Geehrten. Hier können Besucher auch ohne Vorkenntnisse Leben und Werk von Julius Wengert, eines der maßgeblichen Komponisten für Männerchöre im frühen 20. Jahrhundert, erschließen.

POI

Museum, Wallhausen

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Reichs­kanz­ler Chlod­wig Fürst zu Hohen­lohe-Schil­lings­fürst, Fami­lien Sayn-Witt­gen­stein und Rad­zi­will. Jagd­leiden­schaft der früh­eren Schloss­be­woh­ner. Museum der fran­zö­si­schen Frem­den­legion, Liszt-Muse­um, Fürst­licher Falken­hof.

Zoo, Schillingsfürst

Falken­hof Schloss Schillings­fürst

Frei flie­gen­de Greif­vögel, Eulen­garten.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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