Ausstellung 01.12.20 bis 19.09.21

Erich-Ohser-Haus

e.o.plauen

Zeichnen im Takt von Presse und Leben

Plauen, Erich-Ohser-Haus: Der nimmermüde Zeichenkünstler schuf ein umfassendes Werk, das alle Gattungen umschließt, vom Akt über die Landschaft bis hin zum Porträt. Bis 19.9.21

Erich Ohser war Zeit seines nur 41 Jahre währenden Lebens stets beides: ein versierter Zeichenkünstler und ein fleißiger Pressezeichner. 1903 im Vogtland geboren, wurde er erst in Leipzig, dann in Berlin als Illustrator, Karikaturist und Pressezeichner bekannt und unter seinem Pseudonym e.o.plauen mit „Vater und Sohn” schließlich weltberühmt.

Der nimmermüde Zeichenkünstler schuf ein umfassendes Werk, das alle Gattungen umschließt, vom Akt über die Landschaft bis hin zum Porträt. Dieser Vielseitigkeit und Mehrfachbegabung geht die Ausstellung nach und präsentiert die im Auftrag entstandenen künstlerischen Arbeiten neben den freien Blättern im Wechselspiel.

Besonderes Augenmerk ist dabei auf die spannende Geschichte der Pressezeichnung in der Weimarer Republik gelegt, als im berühmt-berüchtigten Berliner Zeitungsviertel eine außergewöhnliche Blüte der Publizistik entstand. Hier wurde im Takt der Moderne Berichterstattung, Bildreportage und Feuilleton revolutioniert, wobei Pressefotografen wie Pressezeichner selbst zu Stars der Szene werden konnten. Hier fand Ohser ein ideales, geistvolles und schöpferisch ungemein anregendes Betätigungsfeld. Und hier erlebte er Aufstieg und Untergang.

Sein Werk überdauert sein trauriges Ende, und nicht zuletzt der Ruhm von „Vater und Sohn” hat ihren Schöpfer e.o.plauen unsterblich gemacht.

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1050230 © Webmuseen