Ausstellung 25.02. bis 12.06.22

Stadtmuseum Schloss Wolfsburg

Ein Wolfsburger sieht seine Stadt

chwarz-Weiß- und Farb-Fotografien von Klaus Römer aus den vergangenen 40 Jahren

Wolfsburg, Stadtmuseum Schloss Wolfsburg: Ob am Europa-Hochhaus, Burgwall-Center oder Kunstmuseum, in Architekturdetails entdeckt Klaus Römer faszinierende grafische Strukturen. Bis 12.6.22

Der gebürtige Schöppenstedter Klaus Römer ist seit 1980 in Wolfsburg zu Hause. Er kam um im Volkswagenwerk zu arbeiten und entdeckte hier seine Liebe zur Fotografie neu. Schon als Jugendlicher war er Mitglied in der Foto-AG seiner Schule. In Wolfsburg schärften Profis wie Heinrich Heidersberger oder der Werbefotograf Fred Düx sein fotografisches Auge und handwerkliches Können. Im Auftrag der IG Metall dokumentierte Römer nicht nur in Wolfsburg verschiedenste Aktionen und Demonstrationen. Seine Stadt beobachtet er aufmerksam und mit Offenheit für die ganze Vielfalt des Lebens. So zeigen seine Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien den Wolfsburger Alltag und sind zugleich Dokumente der gesellschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen vier Jahrzehnten: Da ist ein Straßenmusiker zu sehen, der in der Porschestraße der 1980er Jahre ein musikalisches Zwiegespräch mit einem nachdenklich dreinschauenden älteren Herren führt. Oder das bunte und kämpferische Wandbild am ehemaligen „Hotel Noack”, mit dem sich das dort ansässige Selbstverwaltete Jugendzentrum Mitte letztlich vergeblich gegen den Abriss für den Neubau des Südkopf-Centers wehrte.

Immer wieder nimmt Klaus Römer die Wolfsburger Architektur der Moderne in den Fokus seiner analogen und inzwischen digitalen Kamera. Ob am Europa-Hochhaus, Burgwall-Center oder Kunstmuseum – in Architekturdetails entdeckt er faszinierende grafische Strukturen. Klaus Römer versäumt es auch nicht, mit seiner Kamera in die weniger ansprechenden Ecken zu blicken, die zum Leben dazugehören, Vergessenes offenbaren und durch überraschende Kompositionen auch oft zum Schmunzeln einladen.

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