Ausstellung 17.11.25 bis 12.04.26
In Elsie Kühn-Leitz’ Leben und unermüdlichem Wirken spiegeln sich die großen Themen des vergangenen Jahrhunderts. Ausgangs- und lebenslanger Referenzpunkt ist ihre Herkunft: der Wetzlarer Unternehmerfamilie Leitz (LEICA).
Aufgrund ihrer Herkunft als einzige Tochter des Unternehmers Ernst Leitz II war Elsie Kühn-Leitz privilegiert. Gleichzeitig bekannte sie sich in einer von Männern dominierten Welt selbstbewusst zu ihrer Haltung zum Leben und zu ihren Überzeugungen: sie zählte zu einer der frühen Generationen von Frauen, die Jura studierten; später war sie eine der Frauen, die im Widerstand gegen das Nazi-Regime kämpften; eine der großen Mäzeninnen im Nachkriegsdeutschland; Motor und schließlich Wegbereiterin der deutsch-französischen Freundschaft; enge Freundin von Albert Schweitzer und Konrad Adenauer; große Afrikareisende; heimliche Diplomatin und sogar auch talentierte LEICA-Fotografin.
In allem blieb sie als Frau meist die „Ausnahme”, fast überall war sie „allein unter Männern”.
Die Ausstellung widmet sich in sieben Themenbereichen den verschiedenen Lebensphasen und Schaffensbereichen von Elsie Kühn-Leitz. Neben der Präsentation von bisher unbekanntem Archivmaterial aus dem Privatarchiv der Ernst Leitz- Stiftung, dem Tanzarchiv in Köln, dem Historischen Archiv Wetzlar und dem Archiv der Jugendbewegung in Wickersdorf wird Elsie Kühn-Leitz in einem zweiten Teil der Ausstellung erstmals als talentierte LEICA-Fotografin vorgestellt.
Ausstellungsort
Stadt- und Industriegeschichte. Barockes Mobiliar, Biedermeier, Gemälde und Grafik. Bergbaugeschichtliche Sammlung M. und K. Porezag.
Im gleichen Haus
Gedenkstätte für Charlotte Kestner geb. Buff. Goethe war im Sommer 1772 hier fast täglich zu Gast, das Haus konnte in den Zustand zurückversetzt werden, in dem Goethe es kennenlernte. Bildnisse, Handschriften, Gegenstände und Mobiliar.
Im gleichen Haus
Spätbarockes Haus mit prächtigem Stuck. Hightech-Produkte - viele von ihnen wurden eigens für die Schau entwickelt - die zeigen, wie optische und optoelektronische Systeme die Leistungen unserer Augen erweitern, und wie auf intelligente Weise die Eigenschaften des Lichts technisch genutzt werden können.
Museum, Wetzlar
Eines der schönsten historischen Stadthäuser Wetzlars. Europäische Wohnkultur der Renaissance und des Barock.
Museum, Wetzlar
Aufbau und Geschichte des ehemaligen obersten Reichsgerichts, welches 1495-1806 im Rechtsleben der Deutschen eine geachtete Stellung einnahm.
Museum, Wetzlar
Kleine literarische Gedenkstätte. 1772 setzte hier der junge Jurist Karl Wilhelm Jerusalem seinem Leben ein Ende. Goethe nahm an seinem Tod lebhaften Anteil, Gesprächsergebnisse gingen später in seinen Roman ein.