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17.1.2026
Emilio Vedova, Tagebuch ’64 zu „Emilio Vedova”, DE-10969 Berlin
Emilio Vedova, Absurdes Berliner Tagebuch ’64, 1964
© Foto: Lutz Bertram, © Fondazione Emilio

Ausstellung 17.04. bis 14.09.26

Emilio Vedova

Absurdes Berliner Tagebuch ’64

Berlinische Galerie

Alte Jakobstraße 124-128
DE-10969 Berlin
Ganzjährig:
Mo, Mi-So 10-18 Uhr
Di geschlossen

Die Installation des italienischen Malers Emilio Vedova (1919-2006) entstand 1964 im Rahmen eines Stipendiums der US-amerikanischen Ford Foundation. Es ermöglichte dem Künstler, für ein Jahr in West-Berlin zu leben und zu arbeiten. Ausgeführt wurde das Werk im ehemaligen Atelier des nationalsozialistischen Bildhauers Arno Breker, in dem sich heute das Kunsthaus Dahlem befindet. Noch im selben Jahr wurde das Werk auf der documenta III in Kassel gezeigt.

Die Arbeit besteht aus beidseitig bemalten, asymmetrisch gesägten Holzplatten, die mit Eisenscharnieren zu beweglichen Konstruktionen verbunden sind. Die frei im Raum platzierten und erst im Umschreiten erfassbaren Bildelemente nannte Vedova „Plurimi” (Mehrfachgebilde). Mit der Entwicklung der Plurimi löste Vedova die Malerei aus der konventionellen Form des Tafelbildes. Die Berliner Plurimi entstanden als Reaktion auf die geteilte Stadt, die Vedova als „Zusammenprall widersprüchlicher Situationen” erlebte.

Die acht Meter hohe Installation, die zu Vedovas Hauptwerken zählt, ist in ihrer Komplexität und Monumentalität innerhalb seines Schaffens einzigartig. 2002 entschied sich der Künstler, das Werk der Berlinischen Galerie für den Neubau in der Alten Jakobstraße zu schenken.

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