Ausstellung 17.04. bis 14.09.26
Die Installation des italienischen Malers Emilio Vedova (1919-2006) entstand 1964 im Rahmen eines Stipendiums der US-amerikanischen Ford Foundation. Es ermöglichte dem Künstler, für ein Jahr in West-Berlin zu leben und zu arbeiten. Ausgeführt wurde das Werk im ehemaligen Atelier des nationalsozialistischen Bildhauers Arno Breker, in dem sich heute das Kunsthaus Dahlem befindet. Noch im selben Jahr wurde das Werk auf der documenta III in Kassel gezeigt.
Die Arbeit besteht aus beidseitig bemalten, asymmetrisch gesägten Holzplatten, die mit Eisenscharnieren zu beweglichen Konstruktionen verbunden sind. Die frei im Raum platzierten und erst im Umschreiten erfassbaren Bildelemente nannte Vedova „Plurimi” (Mehrfachgebilde). Mit der Entwicklung der Plurimi löste Vedova die Malerei aus der konventionellen Form des Tafelbildes. Die Berliner Plurimi entstanden als Reaktion auf die geteilte Stadt, die Vedova als „Zusammenprall widersprüchlicher Situationen” erlebte.
Die acht Meter hohe Installation, die zu Vedovas Hauptwerken zählt, ist in ihrer Komplexität und Monumentalität innerhalb seines Schaffens einzigartig. 2002 entschied sich der Künstler, das Werk der Berlinischen Galerie für den Neubau in der Alten Jakobstraße zu schenken.
Ausstellungsort
In Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute: die Sezessionisten und die Jungen Wilden, Dada und Fluxus, Neue Sachlichkeit und Expressionismus, Russen in Berlin, die Avantgarde in Architektur und Fotografie, Berlin unterm Hakenkreuz, die Stadt in Trümmern.
Bis 16.2.2026, im Haus
Die Ausstellung wertet erstmals umfassend den Nachlass aus. Er umfasst eine Fülle unbekannten Materials.
Bis 12.4.2026, Berlin
Lanzmanns einzigartige Tondokumente stehen im Zentrum der auditiv erkundbaren Ausstellung und werden ergänzt durch Objekte, Dokumente und Filmaufnahmen.
Ab 7.5.2026, Berlin
Museum, Berlin
Libeskind-Bau mit architektonischen Höhepunkten. Jüdisches Leben von den Anfängen über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Holocaust, Restitution und Neugründung jüdischer Gemeinden. Tora-Rolle, hebräisches Alphabet, Klezmermusik.
Ab 15.4.2026, Berlin
Die Ausstellung verwebt filmische und skulpturale Installationen mit Live-Performances.