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10.1.2024
(modifiziert)
 zu „Emslandmuseum (Museum)”, DE-49751 Sögel

Museum

Emslandmuseum

Schloss Clemenswerth

März:
Di-So 11-16 Uhr
April bis Okt:
Di-So+Ft 10-17.30 Uhr

Die weitläufige Schloßanlage zeigt höfische Wohnkultur, Meißener Porzellane, Straßburger Fayencen, barocke Gläser, barocke Jagd und europäische Keramik des 20. Jahrhunderts sowie eine Ausstellung über den Deutschen Orden im 18. Jahrhundert. Kurfürst Clemens August ließ sich dieses Jagdschloss von seinem Münsteraner Architekten Johann Conrad Schlaun in den Jahren 1737 bis 1747 auf dem „Hümmling” erbauen.

Pavillons

Die einzelnen Pavillons um das eigentliche Schloss tragen die Namen des Kurfürsten, seiner Bistümer Köln, Münster, Paderborn, Hildesheim, Osnabrück und des Deutschordenssitzes Mergentheim. Zur Kapelle mit angeschlossenem Kloster gehört der barocke Klostergarten, an dessen Ende die Gloriette liegt.

Der Zentralpavillon, das Herzstück der Schlossanlage, ist besonders prachtvoll gestaltet. Französische Seidentapeten, flämische Tapisserien, barocke Möbel, Gemälde und Kupferstiche der wittelsbachischen Familie, Geschirrteile aus dem Meißener Service des Kurfürsten sowie eine Sammlung geschnittener Glaspokale veranschaulichen die Wohnkultur des Barockfürsten.

Für besondere Jagdgäste war der Pavillon Hildesheim vorgesehen. Durch seine Inneneinrichtung und seine Sammlungen gewährt er Einblicke in verschiedene Jagdarten, die unter dem Kurfürsten rund um Clemenswerth gepflegt wurden. Kupferstiche des berühmten Johann Elias Ridinger und Jagdgemälde illustrieren die Parforcejagd. Jagdkostüme des 18. Jahrhunderts, Jagdgewehre und Hirschfänger wie auch Trophäen runden das Bild ab. Ein besonderes Augenmerk gilt der Falknerei.

Im Pavillon Paderborn ist die reiche Sammlung von Straßburger Fayencen aus dem berühmten Clemenswerther Jagdservice untergebracht. Direkt davor, in der ehemaligen Hofbäckerei, werden ein einführender Kurzfilm (dt. oder nl.) sowie ein Kinderfilm angeboten.

Um den deutschen Orden geht es im Pavillon Osnabrück: der Kölner Kurfürst Clemens August bekleidete für fast 30 Jahre das Amt des Hochmeisters. Die gezeigten Sammlungen gehen auf die Bedeutung des geistlichen Ritterordens im 18. und 19. Jahrhundert und auf die Rolle des Hochmeisters ein. Zu sehen sind Gemälde, Kupferstiche, Münzen und Medaillen, Landesbeschreibungen und Atlanten sowie Porzellane.

Im Untergeschoss des Pavillon Coellen befindet sich der Entwurf eines zeitgenössischen Gesamtkunstwerkes und die 220 Teile umfassende Glassammlung von Wolfgang Pohl.

Schloßkirche

Wegen ihres Farben- und Formenreichtums wird die Clemenswerther Schloßkirche oft die nördlichste Rokoko-Kapelle Bayerns genannt. Mit ihren Wandmalereien, Stukkaturen und dem großen Deckenfresko, mit Hochaltar, Kanzel und Fürstenloge zählt sie zu den bedeutendsten Raumschöpfungen J.C. Schlauns.

Der Klostergarten mit Rabattengliederung und Sonnenuhr wurde 1739 angelegt und nach holländischen Muster mit einer historischen, wallartigen Taxushecke umgeben. Den östlichen Abschluss der Schlossanlage bilden die drei durch Kanäle verbundene Bassins der Schlossteichanlage mit ihren barock gestalteten Uferlinien.

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