Ausstellung 26.04. bis 26.07.26
Adolf Erbslöh (1881-1947) zählt zu den stillen, aber prägenden Gestalten der ▸Moderne. Mit seinem Essay „Phantasie und Form” formulierte er früh eine eigene Kunsttheorie, die Fantasie nicht als Gegensatz zur Ordnung, sondern als deren Ursprung versteht.
Die Ausstellung folgt diesem Gedanken und zeigt, wie Erbslöh aus inneren Vorstellungen und geistiger Klarheit eine unverwechselbare Bildsprache entwickelte. Als Mitbegründer und Vorsitzender der Neuen Künstlervereinigung München prägte Erbslöh maßgeblich das künstlerische Klima, aus dem der Blaue Reiter hervorging.
Er war kein Dogmatiker der Avantgarde, sondern ein Suchender, der zwischen dem expressiven Gestus des ▸Expressionismus und den klaren Formprinzipien der Klassischen Moderne vermittelte. In seinen Landschaften, Stadtansichten und Stillleben wird die Fantasie zu einer strukturgebenden Kraft: Farbe, Linie und Fläche sind nicht Ausdruck spontaner Emotion, sondern Mittel eines denkenden Sehens – eine Kunst, die inneres Erleben und rationale Ordnung in Einklang bringt.
Ausstellungsort
Sammlung Franz Marc und Blauer Reiter.
Ab 21.6.2026, im Haus
Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Franz Marcs Frau als eigenständige Akteurin der Moderne neu zu betrachten und etablierte kunsthistorische Narrative kritisch zu hinterfragen.
Museum, Krems a.d. Donau
Internationales Ausstellungshaus im Spannungsfeld der Kunst des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst.
Museum, Davos Platz
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) lebte von 1917 bis zu seinem Tod in Davos. Sein Werk gilt als wegweisend im deutschen Expressionismus. Das Kirchner Museum beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken des Künstlers.
Bis 25.5.2026, Berlin
Wie wurde aus dem Künstler Max Liebermann eine derart einflussreiche Figur der Kulturpolitik?