Erlebnisort

Erlebniswelt Roggen und Sortengarten

Erschmatt: Tradition des Roggens und seiner Verarbeitung zum berühmten Walliser Roggenbrot. Stadel, Spycher, Mühle und Backofen. Gebräuche im Pflanzenanbau. Aussaat- und Erntetage, Backtage und Degustationen. Sortengarten.

Bis in die 1960er Jahre hinein bildete in Erschmatt wie im ganzen Walliser Berggebiet der Roggen das Hauptnahrungsmittel. Die Getreideart wurde auf terrassierten Äckern angebaut. Deren charakteristische Trockenmauern und eine für diese Oekosphäre typische Tier- und Pflanzenwelt prägen die Hänge rund um Erschmatt und künden von einer jahrhundertealten Tradition der Bewirtschaftung.

Der Verein Erlebniswelt Roggen Erschmatt will die Tradition des Roggens und seiner Verarbeitung am Leben erhalten. Einige Äcker werden mit Roggen bepflanzt, Trockenmauern wurden restauriert, die Erde wird mit dem Pflug umgebrochen, der Roggen teils von Hand gesät und mit der Sichel geerntet.

Verschiedene Gebäude, die mit der Roggenverarbeitung im Zusammenhang stehen wurden ebenfalls wiederhergestellt: Stadel, Spycher, Mühle und Backofen markieren die notwendigen Schritte zur Herstellung des berühmten Walliser Roggenbrots. Der Verein forscht aber auch den alten Gebräuchen im Pflanzenanbau nach, sammelt die entsprechenden Gegenstände als Zeugnisse des landwirtschaftlichen Wissens aus alter Zeit und dokumentiert das Wissen darum herum.

Die Erlebniswelt ist kein Museum im üblichen Sinne mit einer Ausstellung, sondern führt auf Anfrage Anlässe wie Aussaat- und Erntetage, Backtage oder Degustationen durch.

Sortengarten Erschmatt

Im Sortengarten wachsen die verschiedensten, seit altersher angebauten Getreide- und Gemüsesorten: Roggen, Gerste, Weizen, Hafer, Mais, Bohnen, Erbsen und anderes mehr, was einst zur täglichen Ernährung gehörte. Auch viele seltene Arten der Ackerbegleitflora werden gepflegt.

Die Pflanzensammlung im Sortengarten ist frei zugänglich.

POI

Erlebniszentren

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1048510 © Webmuseen