Ausstellung 26.06. bis 03.10.21

Städtische Galerie

Ernst Ludwig Kirchner

Tierleben in den Davoser Alpen

Bietigheim-Bissingen, Städtische Galerie: Tiere und Hirten zählten zu Kirchners ersten Motiven. Durch eine expressive Malweise und Farbigkeit verlieh er ihnen eine große Eindringlichkeit. Bis 3.10.21

Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) ist als Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke” einer der bekanntesten Expressionisten der Klassischen Moderne. Gezeichnet vom Ersten Weltkrieg kam er 1917 erstmals nach Davos in die Schweizer Alpen, wo er sich kurz darauf dauerhaft niederließ und bis zu seinem Tod bleiben sollte.

Tiere und Hirten zählten zu seinen ersten Motiven: Er fotografierte, zeichnete, malte und schnitt sie in Holz, außerdem wurden sie ihm zu Vorlagen für Textilarbeiten. Seine Landschaftspanoramen und seine Darstellungen von Nutztieren mit ihren Hirten und Bauern basierten stets auf genauer Beobachtung. Kühe auf der Stafelalp, Berghänge voller Schafe und Ziegen inmitten hochalpiner Landschaft: Kirchner zeigt sie uns als Teil einer Herde und als Individuen, in Ruhe und vor allem in Bewegung.

Durch eine expressive Malweise und Farbigkeit verlieh Kirchner den Motiven eine große Eindringlichkeit. Er gilt damit als ein großer Erneuerer der Malerei der Alpen.

Die Tierdarstellungen Kirchners in den versammelten Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Stickereien und Skulpturen waren noch nie Thema einer eigenen Ausstellung. Auch Kirchners reger Austausch mit Künstlerkollegen wie Philipp Bauknecht, Jan Wiegers, Hermann Scherer und Albert Müller wird anhand ausgewählter Werke vorgestellt.

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