Ausstellung 24.07. bis 08.11.26
Die Lampen, Leitungsverläufe, Lichtschalter und Sicherungstafeln im Haus des Gärtner- und Häckermuseums wurden durch Thomas Kauer um 1908/10 installiert und sind bis heute erhalten. Als außergewöhnliche Zeugnisse der frühen Elektrifizierung veranschaulichen sie, wie der technische Fortschritt Einzug in einen Bamberger Gärtnerhaushalt hielt.
Thomas Kauer stammte aus einer Gärtnerfamilie und erlernte um 1900 bei der Firma Groß & Bohrer in Bamberg den Beruf des Elektromonteurs. Viele Gärtnerhaushalte erleuchteten damals ihre Wohnräume noch mit Kerzen oder Gaslampen. Die Familie Kauer konnte durch die Installationen ihres Sohnes bereits die Vorteile der aufkommenden elektrischen Beleuchtung nutzen.
Das Haus zählt damit zu den frühen Beispielen elektrifizierter Wohngebäude im gärtnereischen Umfeld. Im Laufe der Jahre reparierte und verbesserte Thomas Kauer die Leitungen, Einzelteile der Anlage sowie die Stromerzeugung. Die ursprüngliche Installation ersetzte er jedoch nie vollständig. Gerade dieser Umstand macht die erhaltenen Schalter, Leitungen und die technische Einrichtung heute zu einem bedeutenden historischen Zeugnis. Sie ermöglicht einen authentischen Einblick in die Entwicklung der häuslichen Stromversorgung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Ausstellungsort
Typisches Gärtnerhaus von 1767 mit Freigelände. Leben der Bamberger Gemüse- und Weingärtner, ihre Kultur und Geschichte.
Museum, Bamberg
Geschichte der Brandbekämpfung, technische Entwicklung der Feueröschgerätschaften, Spritzen und Leitern, vier Feuerwehr-Autos aus den 40er Jahren.
Museum, Bamberg
Regionale Naturgeschichte, historischer Ausstellungssaal
Bis 1.11.2026, Bamberg
Bis 1.11.2026, Bamberg
Die Ausstellung zeigt herausragende Werke aus den städtischen Sammlungen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Bis 1.11.2026, Bamberg