Ausstellung 14.06.26 bis 04.01.27
▸Ernst Ludwig Kirchners Malerei ist ein Bekenntnis zur Farbe: leuchtend, expressiv, voller Energie. Seine Werke führen von den intensiven Kontrasten der Berliner Jahre bis zu den vibrierenden, fast abstrakten Farbklängen seiner Davoser Zeit. Farbe wird zum Medium der Emotion, zum Ausdruck von Wahrnehmung und Lebensgefühl.
Die Ausstellung beginnt mit einem Blick auf historische Farbtheorien und der Frage, wie Farbe überhaupt geordnet, beschrieben und verstanden wurde. Welche Farben gelten als Grundfarben, und warum leuchten manche Kombinationen stärker als andere? Isaac Newton zeigte, dass weißes Licht in Spektralfarben zerlegt werden kann, ▸Goethe verstand Farbe als Wirkung von Licht und Dunkelheit, Itten schuf einen Farbkreis.
Der Ausstellungsteil „Faszination Farbe” des ▸Carl Bosch Museum Heidelberg beschreibt Farbe als naturwissenschaftliches, kulturelles und alltägliches Phänomen und zeigt, wie Farben durch Absorption, Brechung, Streuung und Interferenz entstehen, und wie Auge und Gehirn auf Gegenfarben und Kontraste reagieren. Faszinierende Experimente und interaktive Stationen vermitteln, dass Farbe kein festes Objekt ist, sondern das Ergebnis komplexer Prozesse zwischen Licht, Material und Wahrnehmung.
Nach dieser Einführung öffnet sich die Ausstellung in den Oberlichtsälen ganz der Malerei. Rund 40 Gemälde aus allen Schaffensphasen treten in einen gemeinsamen Farbraum und zeigen, wie konsequent und zugleich wandelbar Kirchners Umgang mit Farbe war.
Kirchner bildet die Welt nicht einfach ab, er verwandelt sie: Berge wachsen über sich hinaus, Häuser leuchten in Tönen, die es so vielleicht nie gab, Figuren geraten durch Farbe in Bewegung oder Spannung. Farbe wird bei ihm zu einem Mittel, Wirklichkeit zu steigern, Wahrnehmung zu schärfen und Emotionen sichtbar zu machen.
Ausstellungsort
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) lebte von 1917 bis zu seinem Tod in Davos. Sein Werk gilt als wegweisend im deutschen Expressionismus. Das Kirchner Museum beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken des Künstlers.
Beitrag, 17.6.2026
Was zunächst wie ein gewagtes Experiment erscheint, erweist sich als Schlüssel zu einem neuen Blick auf den Expressionisten und sein Werk.
Museum, Bern
Schweizer Kunst: Ferdinand Hodlers Porträts, Landschaften und grossformatige allegorische Werke. Deutsche Kunst, zeitgenössische Kunst (Sammlung Toni Gerber). Graphische Sammlung.
Bis 6.9.2026, Nürnberg
Die Ausstellung lädt dazu ein, historische Muster der Verehrung zu erkennen.
Bis 27.9.2026, Berlin
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer einen der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit.
Museum, Davos Platz
Reichhaltige Sammlung an Wintersportgeräten und Dokumenten aus der Stiftung der Familie Jürg Kaufmann, Davos. Prachtvolle Gegenstände (Schlitten, Bob, Ski, Schlittschuhe, Curling-Material usw.) aus den Anfängen des Wintersports bis hin zur Gegenwart.