Ausstellung 08.07.22 bis 30.04.23

Astronomiemuseum

Fernrohre und ihre Meister

Sonneberg, Astronomiemuseum: Von Anfang an wurde das Teleskop stetig weiterentwickelt. Galileo Galilei verbesserte es, Johannes Kepler erweiterte das Bildfeld, Chester Moor Hall optimierte die Farbreinheit und Josef von Fraunhofer stellte schlierenfreies Glas her. Bis 30.4.23

„Indem sie unseren Sehsinn weit über die Vorstellungskraft unserer Vorfahren hinausführen, öffnen diese wunderbaren Instrumente, die Teleskope, den Weg zu einem tieferen und vollkommeneren Verständnis der Natur.” So beschreibt René Descartes im Jahr 1637 das Teleskop. Es war ein langer Weg, denn schon Roger Bacon (ca. 1219 bis ca. 1292) träumte von einem Gerät, das „ein Kind als Riese und einen Mann als Berg erscheinen lassen könnte”.

Allerdings beantragte erst 1608 ein Brillenhersteller aus Middelburg, Hans Lippershey, ein Patent für ein Gerät, das weit entfernte Objekte vergrößert.

Von Anfang an wurde das Teleskop stetig weiterentwickelt. Galileo Galilei verbesserte es, Johannes Kepler erweiterte das Bildfeld, Chester Moor Hall optimierte die Farbreinheit und Josef von Fraunhofer stellte schlierenfreies Glas her, so dass der Linsendurchmesser vergrößert werden konnte. Nicolaus Zucchius baute das erste Spiegelteleskop, das Isaac Newton dann verbesserte.

Aber nicht nur zur Entwicklung neuer Fernrohre wurden „Meister” gebraucht, auch für die Beobachtung an den Teleskopen waren Meister beteiligt. So entdeckte bereits Galileo Galilei die ersten vier Jupitermonde und Jahrhunderte später erkannte Edwin Hubble, „dass sich die Nebel (Galaxien) von uns mit hohen Geschwindigkeiten entfernen”. Heute bilden Radioteleskope schwarze Löcher ab und Weltraumteleskope dringen so tief ins Universum ein wie noch nie in der Geschichte der Menschheit.

Besucher der Ausstellung können in die Welt der Teleskope eintauchen und erfahren auch, wer heute die „Meister” an ihren Teleskopen sind. Amateurastronomen entdecken weiterhin Kometen, Asteroiden oder veränderliche Sterne oder fotografieren den Nachthimmel in nie geahnter Qualität. Daher wirft die Ausstellung auch einen Blick auf das „Fernrohr für den Liebhaberastronomen”.

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