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30.6.2023
Carlo Mense, Positano zu „Flucht ins Paradies”, DE-53639 Königswinter
Links: Positano, um 1924, Tempera auf Holz. Rechts: Ohne Titel, um 1913/15, Öl auf Leinwand
Foto: Reni Hansen

Ausstellung 09.05. bis 15.10.23

Flucht ins Paradies

Carlo Mense (1886–1965)

Siebengebirgsmuseum

Kellerstraße 16
DE-53639 Königswinter
Ganzjährig:
Di-Fr 14-17 Uhr
Sa 14-18 Uhr
So+Ft 11-18 Uhr

Carlo Mense, 1886 im westfälischen Rheine geboren, gehörte mit August Macke zu den wichtigsten Vertretern des Rheinischen Expressionismus und zählt zu den herausragenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Seine Hauptwerke sind heute in vielen deutschen Museen und auf internationalen Kunstaustellungen zu sehen.

1933 erhielt Mense den sogenannten Rompreis, der mit einem Stipendium für einen Aufenthalt in Italien verbunden war. Zurück im Rheinland ließ sich Mense 1936 in Köln nieder und konzentrierte sich in seiner Arbeit auf rheinische Landschaftsdarstellungen, die in ihrem altmeisterlichen Stil dem Geschmack nationalsozialistischer Kunstvorstellungen entsprach. Dennoch wurden 1937 über 30 seiner früheren Arbeiten als entartet aus Museen entfernt und beschlagnahmt.

Im Zweiten Weltkrieg verlor Mense 1944 durch einen Bombenangriff Atelier und Wohnung in Köln und zog nach Bad Honnef. In seinem Spätwerk löste sich Mense vollkommen von zeitgenössischen abstrakten Kunstströmungen, arbeitete überwiegend figurativ und realistisch und traf damit den Geschmack vieler Menschen, die nach dem Krieg seine farbenfrohen Gemälde schätzten.

Anlässlich seines 75. Geburtstags wurde Mense 1961 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Er starb 1965 im Königswinterer Krankenhaus und wurde auf dem alten Honnefer Friedhof beigesetzt.

Das öffentliche und wissenschaftliche Interesse an Carlo Mense konzentrierte sich bislang auf seine frühen expressionistischen oder neusachlichen Arbeiten. Die Ausstellung zeigt erstmals das gesamte Werk in all seinen Facetten.

POI

Ausstellungsort

Sieben­gebirgs­museum

Ent­ste­hung der Land­schaft, Burgen, Steinbrüche, Regio­nal- und Wirt­schafts­ge­schichte, Tourismus und Rhein­roman­tik.

Zoo, Königswinter

Dra­chen­welt Kö­nigs­win­ter

Mysti­scher Ort, der Ein­blicke in die Welt der Nibe­lungen­sage ge­währt: Wag­ners „Fafner” in der Oper „Sieg­fried”, Re­kon­struk­tion eines Dino­sauriers, Rep­tilien­zoo mit um die 100 leben­den Tieren.

Schloss, Königswinter

Sch­loss Dra­chen­burg

In­be­griff der Rhein­roman­tik des späten 19. Jahr­hun­derts. Groß­forma­tige Wand­ge­mälde in Jagd- und Nibe­lungen­zimmer, Musik­zimmer. Schloß­an­lagen mit roman­ti­scher Archi­tektur. Muse­um zu Schloss­ge­schichte und zu den Re­stau­rierungs­arbeiten.

Bis 16.6.2024, Remagen

Maestras. Malerinnen 1500-1900

Das Spektrum reicht von mittel­alter­lichen Buch­male­rinnen aus Nonnen­klöstern über Künstle­rinnen der Barock­zeit bis hin zu den Weg­bereite­rinnen der Moderne, die früh für ihren gleich­berech­tigten Platz ein­standen.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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