Version
2.12.2025
Fragment eines Kraters zu „Neues Meisterwerk für die Antikensammlungen”,

Exponat

Neues Meisterwerk für die Antikensammlungen

Staatliche Antikensammlungen
DE-80333 München

Der Dezember 2025 ist in den Staatlichen Antikensammlungen mit einer außergewöhnlichen Neuerwerbung eingeläutet worden. Außergewöhnlich vor allem deshalb, weil sie selten ist und außerdem eine Lücke in der weltberühmten Münchner Vasensammlung zu schließen vermag.

Die Rede ist von Fragmenten eines Kraters, also eines großen griechischen Weinmischkessels, deren Ankauf mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und des Vereins der Freunde und Förderer der Glyptothek und der Antikensammlungen München gelang.

„Ankäufe von Artefakten so hohen Alters, von hoher malerischer Qualität und mit identifizierbaren Darstellungen sind rar. Dieses Fragment eines protoattischen Kraters von der Hand des Malers der New Yorker Nessos-Amphora bereichern die Staatlichen Antikensammlungen auf ideale Weise und ergänzt die bestehende Sammlung passgenau um ein bedeutendes Zeugnis der frühen griechischen Kunst aus dem 7. vorchristlichen Jahrhundert“. (Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Kunststiftung)

Tatsächlich zählt die auf dem Gefäß dargestellte komplexe Bilderzählung zu den ältesten der griechischen Kunst. Im Hauptbild sehen wir junge Männer, die eine Frau fortschleppen, um sie als menschliches Opfer darzubringen. Damit lässt sich die Szene anhand von Vergleichen dem Trojanischen Sagenkreis zuweisen, der mit Iphigenie und Polyxena zwei prominente Beispiele für solche Menschenopfer kennt.

Um zu verdeutlichen, was für eine Lücke die neu erworbenen Fragmente innerhalb der Münchner Vasensammlung füllen, wurden sie, korrekt an der ursprünglichen Stelle des Gefäßes positioniert, in einer Einzelvitrine in jenen Teil der Dauerausstellung eingebettet, der sich der griechischen Frühzeit widmet. Dafür wurde dieser Bereich konzeptionell umgestaltet und ein neuer Weg musealer Vermittlung eingeschlagen, der durchaus auch als Fingerzeig auf die dringend notwendige Generalsanierung der Staatlichen Antikensammlungen zu verstehen ist.

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Standort

Staat­liche Antiken­samm­lungen

Grie­chi­sche Meister­vasen, grie­ch­sche und römi­sche Klein­kunst.

Ausstellungshaus, München

Kunst­bau

Museum, München

Staat­liche Graphi­sche Samm­lung

Be­deu­tende Samm­lung für Zeich­nun­gen und Druck­grafik: alle Epo­chen der Zeichen­kunst und der Druck­grafik vom 15. Jahr­hun­dert bis zur Moderne. Schwer­punkte alt­deut­sche und hollän­dische Zeich­nun­gen und Druck­grafik (u.a. Blätter von Dürer und Rem­brandt).

Museum, München

Mu­seum für Abgüs­se Klas­si­scher Bild­wer­ke

Knapp 1900 ori­gi­nal­große Gips­ab­güsse der berühm­te­sten Skulp­turen aus der grie­chi­schen und römi­schen Antike unter einzig­artigen Licht- und Raum­ver­hält­nissen. Samm­lungs­schwe­rpunkte sind die helle­ni­sti­sche Skulptur und das römi­sche Porträt.

Museum, München

Glypto­thek

Grie­chi­sche und römi­sche Skulp­turen vom 6. Jh.v.Chr. bis zum 4. Jh.n.Chr.

Museum, München

Städtische Galerie im Lenbach­haus

Samm­lung von Werken des "Blauen Reiters", Gegen­wart, Gra­phi­sche Samm­lung, Kubin-Archiv, Münch­ner Malerei des 15. bis 19. Jahr­hun­derts, Len­bach, Jugend­stil, Neue Sach­lich­keit.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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