Ausstellung 23.10.20 bis 29.08.21

Museum Franz Gertsch

Franz Gertsch. Gräser

Burgdorf, Museum Franz Gertsch: Im Zentrum der Präsentation stehen drei Gemälde, die sich in freier Art und Weise dem Gertsch sehr vertrauten Thema der Gräser annehmen. Dazu werden Gemälde und Holzschnitte aus den Jahren 1987 bis 2020 kombiniert. Bis 29.8.21

Im Zentrum der Präsentation stehen drei Gemälde, die sich in freier Art und Weise dem Gertsch sehr vertrauten Thema der Gräser annehmen. Dazu werden Gemälde und Holzschnitte aus den Jahren 1987 bis 2020 kombiniert.

Mit „Gräser V“ (2018/19) begann Franz Gertsch wieder eine neue Phase in seinem Schaffen. Gertsch zeichnete die gesamten Umrisse der Gräser vor und gestaltete hiermit bereits das Gemälde: er wählte aus, vereinfachte und formte. Die lineare Komposition gewinnt in diesem Moment seines Spätwerkes an Bedeutung, in gewisser Weise findet eine Verschmelzung der Technik der letzten Jahrzehnte mit derjenigen des Frühwerkes statt.

„Gräser VI“ (2019) zeigt in zarten Blau- und Grüntönen gehaltene Halme vor dunklem Grund. „Gräser VII“ (2019) überrascht hingegen mit starker Farbigkeit: Es zeigt grünblaue Halme vor leuchtend rotem Hintergrund. In der Abstraktion geht der Künstler mit diesem Werk noch einen Schritt weiter und nickt möglicherweise noch einmal seinem Lehrer Max von Mühlenen zu, der eine Rot-Blau-Malerei propagierte.

Das dritte der ausgestellten neuen Gräser-Gemälde, „Gräser VIII“ (2019/20), erscheint nun fast vollkommen vergeistigt. Gertsch wandte sich mit den Gräsern auch wieder der Farbe Blau, dem Pigment Lapislazuli zu, das ihn ebenfalls seit Jahren begleitet. So entstand 1995 etwa ein abstraktes Gemälde auf Japanpapier mit reinem Lapislazuli. Für „Gräser VIII“ verwendete Gertsch die kostbarste der erhältlichen Varianten, das nach alten Rezepten hergestellte Fra Angelico Blau.

In den weiteren Räumen der Ausstellung taucht das Gräser-Thema in Variationen immer wieder auf. Dazu runden weitere Gemälde und Holzschnitte die Präsentation zum späten Schaffen des Künstlers ab.

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