Ausstellung 22.05.22 bis 08.01.23

Deutsches Musikautomatenmuseum

Frau Musica

Mechanische Musik und das Bild der Frau

Bruchsal, Deutsches Musikautomatenmuseum: Während Entwicklung und Vermarktung mechanischer Musik meist Männersache waren, wirkten in der Fertigung fast immer auch Frauen mit. Der Gebrauch mechanischer Musik richtete sich gerade an sie. Bis 8.1.23

Die Ausstellung zum 100- bzw. 110-jährigen Jubiläum des „Internationalen Frauentags” am 8. März 2021 befasst sich mit den wechselnden Frauenbildern, die durch die mechanische Musik überliefert wurden.

Viele Instrumente zeigen Darstellungen von Frauen oder stehen in Verbindung mit Namen wie Terpsichore, Alexandra oder Gabriella. Auf Programmträgern begegnet man Frauengestalten, von denen Carmen die vielleicht berühmteste ist. Während Entwicklung und Vermarktung mechanischer Musik meist Männersache waren, wirkten in der Fertigung fast immer auch Frauen mit. Der Gebrauch mechanischer Musik richtete sich gerade an sie. In der bürgerlichen Kultur um 1900 war das Klavierspiel Element der Erziehung „höherer Töchter”: dies spiegelte sich wiederum in der Werbung für selbstspielende Klaviere wider.

Vermitteln viele der mechanischen Musikinstrumente das bürgerliche Frauenbild des 19. und 20. Jahrhunderts, so zeugen andere jedoch auch von einem Bruch mit den überlieferten Konventionen. Ab den 1920er Jahren breitet sich neben dem Jazz aus den USA auch die neue Mode der Frauen aus: befreit von Korsett, langen Röcken und mit Bubi-Kopf.

An Einzelobjekten der Dauerausstellung des Deutschen Musikautomaten-Museums soll der gesellschaftliche Wandel der Frauenbilder vermittelt werden: vereinzelt biografisch, zumeist aber thematisch. Die Reihung der Themen ist der Abfolge der Objekte in der Dauerausstellung geschuldet.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit wird ein Mosaik geboten, das versucht, der Geschichte weiblicher Emanzipation gerecht zu werden.

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