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24.1.2026
Frei Schwimmen Stuttgart zu „Frei Schwimmen. Gemeinsam?!”, DE-70182 Stuttgart

Ausstellung 13.12.24 bis 12.04.26

Frei Schwimmen. Gemeinsam?!

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Konrad-Adenauer-Straße 16
DE-70182 Stuttgart
0711-212-3950
sekretariat@hdgbw.de
Nicht mehr besuchbar:
Ausstellungsende erreicht.

Wer darf mitschwimmen? Und wer nicht? Was sorgt für Ärger unter den Badenden? Im Becken spiegelt sich die Gesellschaft. Unterschiedlichste Menschen mit verschiedenen Lebensstilen und Moralvorstellungen begegnen sich in öffentlichen Bädern – mal mehr und mal weniger harmonisch. Was heißt FREI Schwimmen? Gemeinsam? Oder lieber doch getrennt?

Es gilt als demokratische Errungenschaft, dass alle gleichberechtigt in die Frei- und Hallenbäder dürfen. Schließlich badeten einst Arme und Reiche getrennt. Frauen und Männer ohnehin. In der NS-Zeit wurden die jüdischen Bevölkerung und „Ausländer” ausgeschlossen. Schon zuvor mussten Kriegsversehrte draußen bleiben. Deren Anblick galt als nicht zumutbar. Ebenso wenig wie der von Frauen, die nach vorherrschender Meinung nicht genug Textilien am Leib trugen.

Inzwischen werden Freiheit und Freizügigkeit wieder heiß diskutiert. Benötigen Frauen, queere oder behinderte Menschen einen „geschützten Raum”? Nützt oder schadet Oben-ohne-Baden dem Feminismus? Ist die Akzeptanz von maximalem Verhüllen rückständig oder fortschrittlich?

Die Ausstellung präsentiert prunkvolle Stücke aus dem Fürstenbad „Bad Wildbad”, Instrumente der „Körperoptimierung” aus den Volksbädern Mannheim und Stuttgart-Heslach, die Tür des für Männer streng verbotenen Damenbads im Lorettobad Freiburg sowie den Burkini, mit dem eine Muslima nicht ins Hallenbad in Konstanz eingelassen wurde.

Ob Fürsten- oder Armenbad, Damen- oder Herrenbad, Volks- oder Familienbad: die Ausstellung zeigt, wer dort willkommen war und wer nicht, welche Bekleidung getragen werden musste – und was bis heute jedes Schwimmbad über seine Zeit, die Menschen und ihre Gesellschaft verrät.

POI

Ausstellungsort

Haus der Geschichte Baden-Württem­berg

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Rainer Göttlinger
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