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21.4.2025
(modifiziert)
Sachsenhof Greven zu „Freilichtmuseum Sachsenhof Greven (Museum)”, DE-48268 Greven

Museum

Freilichtmuseum Sachsenhof Greven

Pentruper Mersch
DE-48268 Greven
Ganzjährig:
frei zugänglich

Der Sachsenhof ist die Rekonstruktion einer 1200 Jahre alten frümittelalterlichen sächsischen Hofanlage mit Anbauversuchen von Kulturpflanzen und Ackerwildkräutern aus jener Zeit.

Um die Bedeutung der archäologischen Untersuchungen im Sandabbaugebiet Münster-Gittrup und die daraus gewonnenen Erkenntnisse auch Besuchern der laufenden Grabungen verständlich zu machen, wurde in unmittelbarer Nähe der Ausgrabungsfläche ein frühmittelalterlicher sächsischer Hofplatz aus dem 6.-8. Jhd. n.Chr. errichtet. Er wurde später vom Heimatverein Greven übernommen, abgetragen und am Hochufer der Ems wieder aufgebaut.

Im Mittelpunkt der Anlage steht das Haupthaus als Wohn- und Stallhaus. Dieses ca. 18 Meter lange Pfostenhaus mit seinen schiffsförmig gebogenen Längswänden, schrägen Außenpfosten und seinem stützenfreien Innenraum ist charakteristisch für die Häuser der Sachsen im frühen Mittelalter. Die aus Weiden geflochtenen Wände sind mit einem Lehmputz versehen. Zur Hofstelle gehören auch ein Grubenhaus, eine Scheune und ein Heuberg, also ein Vorratslager für Heu und Getreide mit senkrecht verschiebbarem Dach. Handwerksstätten wie ein Töpferofen und ein Rennofen, die entsprechend archäologischen Befunden nachgebaut wurden, vervollständigen die Anlage.

Kulturpflanzen

Das Geländer der Hofstelle bietet Platz für einen Garten innerhalb der Einfriedigung nahe der Häuser und im nicht gesicherten Bereich für Felder. Nach Analyseergebnissen der Paläobotaniker der Universität Groningen (Niederlande) werden am Sachsenhof nur solche Nutz- und Kulturpflanzen angebaut, die für das frühe Mittelalter und die Zeit davor belegt sind. Im Garten finden sich Küchenkräuter, Medizinpflanzen und Färbepflanzen. Getreide und Hülsenfrüchte, die Grundlagen der damaligen Nahrung, Öl-, Stärke- und Faserpflanzen werden im Feldbereich angebaut. Im Wall wachsen für die Zeit belegte Heckenpflanzen, Obst- und sonstige Bäume.

Auf der Anlage wachsen auch aus dem mediterranen Raum stammende Pflanzen, die im späteren Frühmittelalter durch das Wirken der Klöster nach der Christianisierung des Landes Verbreitung fanden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Flachsanbau zur Gewinnung der Textilfaser Leinen sowie der Anbau von Färbepflanzen zum Färben von Wolle und Leinen, insbesondere Färberwaid.

POI

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Durch die Kombi­nation von Medien­technik und Archi­tektur reisen die Besucher in den Mikro­kosmos Zelle, wo unser Erbgut lagert, und ent­decken die Vielfalt des Lebens.

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