Version
9.3.2023
Freimaurer zu „Freimaurer”, DE-99867 Gotha

Ausstellung 23.04. bis 15.10.23

Freimaurer

Herzogliches Museum

April bis Okt:
tägl. 10-17 Uhr
Nov bis März:
tägl. 10-16 Uhr

Arkane Bräuche, mysteriöse Symbole und geschlossene Gesellschaften: Geheimbünde wie die Freimaurer und Illuminaten umgibt ein Schleier von Mythen und Geschichten, sie liefern den Stoff für Bestseller und Blockbuster.

Die Ausstellung lupft diesen geheimnisvollen Schleier ein wenig und widmet sich der Freimaurerei und dem Illuminatenorden in Gotha während der Regentschaft Ernsts II. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Darüber hinaus nimmt sie die Mysterienkultur des Alten Ägyptens in den Blick. Eine Vielzahl originaler Objekte aus dem Kosmos der Freimaurerei geben Aufschluss darüber, wer die Mitglieder der Freimaurerloge waren, und wie die geheimen Sozietäten nach neuesten Forschungserkenntnissen funktionierten und gesellschaftlich wirkten.

Der aufgeklärte Herzog Ernst II. war seit 1774 Mitglied der Gothaer Freimaurerloge „Zum Rautenkranz” und von 1775 bis 1777 Landes-Großmeister der Großen Landesloge von Deutschland. Auch der Illuminatenorden hatte in Gotha einen Schwerpunkt. Ernst II. unterstützte seit 1782 die geheime Logenleitung durch den in Gotha ansässigen Illuminatenorden, dem er 1783 beitrat. Der Gründer des Ordens, Adam Weishaupt, fand nach seiner Flucht aus Bayern 1785 in Gotha Zuflucht.

Die Ausstellung gibt Einblicke in die bedeutungsvolle frühe Phase der Freimaurerei in Thüringen: bereits 1741 wurde sie von der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln” von Berlin aus im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg begründet, zu der auch die letzte, bis 1935 existierende Gothaer Loge gehörte. Ort der ersten freimaurerischen Arbeit war Schloss Molsdorf unter dem Reichsgrafen Gustav Adolf von Gotter.

Ein Blick in die private Freimaurer-Bibliothek Ernst II. verrät ein großes persönliches Interesse an den Mysterien Ägyptens. Als vermeintlich älteste und vollkommenste Mysterienkultur galt das Alte Ägypten im 18. Jahrhundert bei den Freimaurern als Inbegriff des symbolischen Ausdrucks und der geheimen Kulte. Ein spezieller Ausstellungsbereich widmet sich ausführlicher dieser spirituellen Ägypten-Begeisterung, die gerade in Gotha ihre Spuren hinterließ.

POI

Ausstellungsort

Herzog­liches Museum

Ägyp­ti­sche Mumien, antike Vasen, Skulp­turen und Gold­schmuck, Kunst­schätze aus China und Japan, nieder­län­di­sche und deut­sche Ge­mälde, „Got­haer Liebes­paar”. Fächer­kabi­nett.

Haupthaus, Gotha

Schloss Frieden­stein

Im­po­sante Drei­flügel­anlage, die größte früh­barocke Schloß­anlage Deutsch­lands.

Im gleichen Haus

Histo­risches Museum im Schloß Frieden­stein

Im gleichen Haus

Schloss­museum im Schloß Frieden­stein

Re­prä­sen­ta­tive baro­cke und ele­gante klassi­zi­sti­sche Appar­te­ments der Her­zöge. Kunst­kammer und neues Münz­kabi­nett.

Im gleichen Haus

Ekhof-Theater

Älte­stes er­hal­te­nes Barock­theater der Welt. Origi­nale Bühnen­maschi­nerie. 1775 grün­dete hier Herzog Ernst II. unter Leitung von Conrad Ekhof das erste ste­hende deutsche Hof­theater.

Im gleichen Haus

Museum der Natur

Familien­gerechte Präsen­tation der Tier­welten von damals und heute. Fossil­fund­stelle Brom­acker.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#3101090 © Webmuseen Verlag