Ausstellung 29.08. bis 21.11.21

Museum für schlesische Landeskunde

Meisterhaft wie selten einer …

Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern

Königswinter, Museum für schlesische Landeskunde: Während seine Parkanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik bekannt und praktisch vollständig dokumentiert sind, gerieten seine Werke in den ehemals deutschen Provinzen jenseits der heutigen Grenze weitgehend in Vergessenheit. Bis 21.11.21

Peter Joseph Lenné (1789-1866), einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts, trat 1816 in preußische Dienste, war unter drei Königen tätig und maßgeblich an der Umgestaltung der Gartenanlagen in Sanssouci und im Neuen Garten sowie an der Konzeption der Parks von Glienicke und auf der Pfaueninsel beteiligt.

Er gestaltete aber nicht nur die königlichen Gärten, sondern kümmerte sich auch um Stadtgestaltung, die Ausbildung von Gärtnern, den Aufbau von Baumschulen, Blumenzucht und Landwirtschaft.

Außer in Potsdam und Berlin hat Lenné in allen Ländern des historischen Preußen als Gartengestalter stilbildend gewirkt und zahlreiche die Landschaft bis heute prägende Gartendenkmale hinterlassen. Während seine Parkanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik bekannt und praktisch vollständig erfasst und dokumentiert sind, gerieten seine Werke in den ehemals deutschen Provinzen jenseits der heutigen Grenze weitgehend in Vergessenheit.

Die zweisprachige Ausstellung lädt ein, die von Lenné konzipierten Landschaftsgärten auf der anderen Seite der Oder wiederzuentdecken. Sie bietet einen Überblick über die Landschaftsgestaltungen in den ehemaligen östlichen Provinzen Preußens im heutigen Polen, an denen Lenné direkt oder indirekt beteiligt war.

Über dreißig Gartenanlagen konnten identifiziert werden, die unter Mitwirkung Peter Joseph Lennés und seiner engsten Mitarbeiter entstanden sind. Die meisten davon liegen in den polnischen Woiwodschaften: Westpommern/Pomorze Zachodnie, Niederschlesien/Dolny Śląsk und Lebus/województwo lubuskie.

Die Ausstellung stellt bedeutende Parkanlagen vor und skizziert ihren heutigen Zustand. Während die Gärten im schlesischen Hirschberger Tal bereits eine Vielzahl von Touristen anlocken, warten andere noch auf ihre Wiederherstellung. In den letzten Jahrzehnten entstanden in den genannten Woiwodschaften zahlreiche Initiativen, die sich dies zum Ziel gesetzt haben.

Museum für schlesische Landeskunde ist bei:
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