Ausstellung 01.02. bis 05.09.26
Auch ohne handfeste Beweise lässt sich getrost behaupten: gespielt wurde schon immer. Da bis heute Tiere wie Menschen spielerisch die Welt begreifen lernen und durch das Spiel kognitive, körperliche sowie soziale Fähigkeiten entwickeln, kann man wohl davon ausgehen, dass sich schon die Saurier den Planeten spielend erschlossen haben.
Die ersten greifbaren Zeugnisse des menschlichen Spieltriebs finden sich ab dem 4. Jahrtausend vor Christus. Das bisher älteste Brettspiel der Welt fanden Archäologen in einem ägyptischen Grab aus der Zeit um 3200 vor Christus. Das Spielprinzip von „Senet”, auf deutsch „vorbeigehen”, wurde später von Griechen und Römern übernommen und wandelte sich im Laufe der Zeit zum heutigen Backgammon. Die ältesten bekannten Würfel stammen aus China, Mesopotamien und Ägypten, alle aus der Zeit etwa um 3000 vor Christus.
In einem 1938/39 veröffentlichten Buch ging der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga gar soweit, ein neues anthropologisches Erklärungsmodell vorzustellen: Den „Homo ludens”, in Abgrenzung zum „Homo faber”. Politik, Wissenschaft, Religion, Recht – alles hat sich laut Huizinga aus spielerischen Verhaltensweisen entwickelt und erst im Laufe der Zeit durch Ritualisierungen institutionell verfestigt.
Mit anderen Worten: Die Wurzeln unserer Kultur liegen im Spiel.
Grund genug, dem Thema eine Ausstellung zu widmen. Insbesondere zumal man inzwischen weiß, dass wir in allen Lebensphasen vom Spielen profitieren können, im hohen Alter genauso wie in der frühesten Kindheit.
Ausstellungsort
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebens- und Arbeitswelt der Menschen im Westmünsterland und den Niederlanden, Region Achterhoek: Handel und Verkehr, Schmuggel und Gesetz, Glaube und Religion, Globalisierung und regionale Identität.
Museum, Vreden
Sammlung Hermann Gebing. Über 20.000 Werke internationaler Künstler aller Stilrichtungen.
Museum, Vreden
Naturgetreue, handwerklich korrekt hergestellte Verkleinerungen historischen Schuhwerks aus jeweils zeitgenössischen Materialien. Originale Schuhmacherwerkzeuge.
Museum, Gescher
Museum, Bocholt
Voll funktionstüchtige „Museumsfabrik”: Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen in einem typischen Betrieb zwischen 1900 und 1960. Schauproduktion auf historischen Webstühlen.
Bis 7.2.2027, Mülheim an der Ruhr
Die Ausstellung befasst sich mit Leben und Werk der vier expressionistischen Künstler Marc, Macke, Heckel und Jawlensky.