Ausstellung 08.02.26 bis 07.02.27
Der zweite Rundgang durch den „Garten der Kunst” führt die Ausstellungs-Trilogie mit vier weiteren Protagonisten der Sammlung Ziegler fort: ▸Franz Marc, ▸August Macke, ▸Erich Heckel, ▸Alexej von Jawlensky.
Das 1957 fertiggestellte Wohnhaus der Familie Ziegler hatte einen weitläufigen Garten und lag in Sichtweite des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung. Hier hatte Prof. Karl Ziegler gerade eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, für die er 1963 den Chemienobelpreis erhalten sollte. Schon der Grundriss des Hauses und die Ausrichtung der Wohn- und Arbeitsräume mit großen, versenkbaren Fenstern zur Gartenseite hin lassen den Wunsch nach einem naturverbundenen Wohnen erkennen.
Im 1. Obergeschoss des Kunstmuseums entsteht durch eigens angebrachte Tapeten, arrangierte Fotografien und historische Möbel eine stimmige Ausstellungskulisse, in der die musealen Bilder ihre private Herkunft lebendig vor Augen führen. Das leuchtende Kolorit der Bilder erinnert daran, wie sich der liebevoll gestaltete Garten im Wohnbereich farbenprächtig fortsetzte. „Im Garten der Kunst” schlägt eine gedankliche Brücke zwischen Kunst- und Naturerleben und eröffnet einen sinnlichen Zugang – sowohl zur Sammlung selbst als auch zur persönlichen Motivation des Sammelns.
Die Ausstellung befasst sich mit Leben und Werk der vier expressionistischen Künstler, geht aber auch über die künstlerischen Einzeldarstellungen hinaus und macht das Sammeln selbst und das Sammlerehepaar Ziegler zum Ausgangspunkt der Betrachtungen.
Ausstellungsort
Expressionistische Malerei, Mülheimer Künstler, internationale Graphikserien.
Museum, Aachen
Kunst aus drei Jahrtausenden: bürgerliche Kunstkammer, niederländische Malerei des goldenen Zeitalters und mittelalterliche Skulptur, großformatige Gemälde niederländischer und flämischer Künstler, Düsseldorfer Malerschule, Klassische Moderne und Expressionismus. Glasmalerei.
Museum, Bonn
Leben und Werk des bedeutenden und populären Expressionisten August Macke in seinem ehemaligen Wohn- und Atelierhaus. Wechselnde Ausstellungen zu Macke und seinem künstlerischen Umfeld.
Bis 23.8.2026, Bonn
Die umfangreiche, den visionären Anfängen des Dadaisten und Surrealisten gewidmete Ausstellung beleuchtet dessen Wurzeln im Expressionismus und die enge Verbindung zu August Macke.
Bis 13.9.2026, Münster (Westfalen)
Gemeinsam mit dem beliebten Kuschelhasen Felix geht es auf Reisen nah und fern.
Bis 27.9.2026, Kochel am See
Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Franz Marcs Frau als eigenständige Akteurin der Moderne neu zu betrachten und etablierte kunsthistorische Narrative kritisch zu hinterfragen.