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8.5.2024
(modifiziert)
 zu „Gartenkunst-Museum (Museum)”, DE-95488 Eckersdorf
Schloss Fantaisie, Eckersdorf/Donndorf bei Bayreuth
© Bayerische Schlösserverwaltung
Weisser Saal zu „Gartenkunst-Museum (Museum)”, DE-95488 Eckersdorf
Weisser Saal, Schloss Fantaisie, Eckersdorf/Donndorf bei Bayreuth
© Bayerische Schlösserverwaltung
 zu „Gartenkunst-Museum (Museum)”, DE-95488 Eckersdorf
Schlosspark Fantaisie, Eckersdorf/Donndorf bei Bayreuth
© Bayerische Schlösserverwaltung

Museum

Gartenkunst-Museum

Schloss Fantaisie

Bamberger Straße 3
DE-95488 Eckersdorf
April bis Sept:
tägl. 9-18 Uhr
1. bis 15. Oktober:
Di-So 10-16 Uhr

Schloss Fantaisie wurde 1761 begonnen und nach 1763 von Herzogin Elisabeth Friederike Sophie von Württemberg, der Tochter des Bayreuther Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine, vollendet.

Der reizvolle Schlosspark ist geprägt von Elementen aus drei wichtigen Stilphasen: Rokoko, Empfindsamkeit und Historismus. Sehenswert ist auch die Nachbildung des berühmten Intarsienkabinetts der Gebrüder Spindler.

Das Museum zur Geschichte der Gartenkunst führt in erster Linie an die Aspekte der Gartengeschichte vom 17. bis zum 19. Jahrhundert heran, mit regionalem Schwerpunkt auf Süddeutschland, insbesondere Bayern und Franken.

Der regelmäßige Stil gehorchte den Gesetzmäßigkeiten der Architektur, der landschaftliche hingegen orientierte sich an der Malerei. Die Ausstellung beschreibt die Geschichte der Gartenkunst in einer logischen und inhaltlich sinnvollen Abfolge und setzt die einzelnen Elemente konsequent zueinander in Beziehung: Stilepochen, Gestaltungsprinzipien, Grundlagen der Gartenkunst, Gartenpflanzen, Schloss und Park Fantaisie und schließlich die Gartennutzung.

Mittelalter

Als Ort der Geselligkeit und Erholung spielte der Garten eine wichtige Rolle im höfischen Leben. Allerdings waren die Gärten in der Enge der Burgen winzig und zudem massiv eingefriedet. Typisch waren Wasserbecken oder Brunnen, ein steinerner Tisch, einige Obstbäume sowie Zierpflanzen mit symbolisch-religiöser Bedeutung, etwa Rosen oder Lilien.

Renaissance

Gärten wie der Hortus Palatinus in Heidelberg, einer der berühmtesten deutschen Gärten seiner Art, gehen auf Anregungen aus Italien zurück, sie weisen eine strenge und regelmäßige Gliederung auf, wobei Formen wie Kreis und Quadrat vorherrschen. Zum Inventar gehören ornamentale Zierbeete, Heckenwände, Laubengänge, Formbäume, Skulpturen und Wasserspiele.

Barock

Der regelmäßig und axialsymmetrisch zum Schloß angeordnete barocke Garten mit prunkvollen Wasserspielen diente vornehmlich der Repräsentation und war Schauplatz höfischer Feste und Vergnügungen. Die vom Schloß ausgehende Mittelachse führt als Kanal über die Gartengrenze hinaus in die Landschaft.

Klassizismus

Der aus England stammende Landschaftsgarten ist eine kunstvolle Komposition aus frei wachsenden Gehölzen, geschlängelten Wegen und Gewässern, die der Natur nachgebildet sind. Getragen von den Ideen der Aufklärung verdrängte er zu Beginn des 18. Jahrhunderts den regelmäßigen Gartenstil. Viele Gärten standen nun jedermann offen.

Historismus

Die Vermischung zeitlich und geographisch unterschiedlicher Stile brachte schließlich die stilpluralistischen Gärten hervor. Die Gebäude z.B. der Stuttgarter „Wilhelma” weisen „maurische” Architekturzitate auf, und in den zugehörigen Glashäusern werden Pflanzen aller Erdteile kultiviert. Dadurch erhält die Anlage einen auffallend exotischen Charakter.

Moderne

Mit der Herausbildung der modernen demokratischen Gesellschaft kommt dem öffentlichen Grün ein besonderer Stellenwert zu, und es entstehen vielfältig nutzbare Freiräume für alle Bürger.

Gartenwerkzeuge

Spaten, Rechen, Gießkanne und Schubkarre wurden bereits frühzeitig entwickelt und im Laufe der Zeit vervollkommnet. Hinzu kamen Werkzeuge wie Rasenkantenstecher, Gartenwalze oder Obstpflücker. Einiges hat heute ausgedient, anderes wird durch motorgetriebene Geräte ersetzt wie etwa Heckenscheren und Rasenmäher. Kleinwerkzeuge zm Pflanzen und Jäten konnten sich hingegen bis heute behaupten.

Der Verfasser hat das Museum am 3.10.2015 besucht.

POI

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13 Hektar großer Park mit altem Baum­be­stand. Tiere in zeit­ge­mäßer, art­ge­rech­ter Hal­tung in natur­nah aus­ge­stat­te­ten Gehe­gen. Strei­chel­zoo.

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Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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