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1.1.2026
Göbeklitepe zu „Gebaute Gemeinschaft”, DE-10178 Berlin

Ausstellung 06.02. bis 19.07.26

Gebaute Gemeinschaft

Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren

James Simon Galerie

Bodestraße
DE-10178 Berlin
Ganzjährig:
Mo-Mi, Fr-So 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr

Vor 12.000 Jahren schufen Jäger und Sammler im heutigen Türkiye monumentale Anlagen: bis heute sind Archäologen damit beschäftigt, diese Bau- und Kunstwerke zu entschlüsseln. In Zusammenarbeit mit Türkiye wurden nun spektakuläre archäologische Funde aus Göbeklitepe und anderen Orten der Umgebung auf die Museumsinsel Berlin geholt.

Mit gewaltigen Statuen, Monumentalgebäuden und massiven figürlich verzierten T-Pfeilern – stilisierte Menschenbilder von bis zu sechs Meter Höhe – ist vor 12.000 Jahren die Welt der Jäger-Sammler am Übergang zur Sesshaftigkeit voller faszinierender Bildwerke und Symbole. Wer hat sie geschaffen und was bedeuten sie?

Lange bevor Stonehenge errichtet oder die ersten Pyramiden erbaut wurden, schufen die ersten sesshaften Gemeinschaften in der Provinz Şanlıurfa im Südosten von Türkiye einmalige monumentale Gebäude mit fantastischen überlebensgroßen Bildwerken in Göbeklitepe, seit 2018 UNESCO-Weltkulturerbe, und in weiteren Orten. Die gewaltigen Bauten und der künstlerische Ausdruck sind als Werk von Gemeinschaften zu verstehen, die sich mit Beginn der Sesshaftigkeit bildeten. Der Zusammenhalt war ein wichtiger Faktor für das Leben der Gruppen und ihre Resilienz unter sich wandelnden Bedingungen.

Seit 2020 zeichnen spektakuläre Entdeckungen des internationalen Forschungsprojekts Taş Tepeler in Orten wie Karahantepe, Sayburç und Çakmaktepe ein umfassendes Bild dieser revolutionären Epoche.

Die Ausstellung zeigt Bildwerke, Alltagsgegenstände und Schmuck, die vom Zusammenleben der Menschen während dieses menschheitsgeschichtlichen Umbruchs erzählen. Archäologische Funde und Architekturrekonstruktionen werden von zeitgenössischen fotografischen Interpretationen der spanischen Fotokünstlerin Isabel Muñoz komplementiert und laden ein, in das Leben am Übergang von den Jäger-Sammler-Kulturen zur Sesshaftigkeit einzutauchen.

Die meisten archäologischen Objekte aus dem Museum Şanlıurfa sind erstmals im Ausland zu sehen.

POI

Ausstellungsort

James Simon Galerie

Zen­trales Ein­gangs­gebäude und Besucher­zentrum für die Museen der Museums­insel. Café, Museumsshop, Auditorium und Raum für Sonder­ausstellungen.

Museum, Berlin

Neues Museum

Einer der be­deu­tend­sten Museums­bauten des 19. Jahr­hunderts, Haupt­werk des Archi­tekten Friedrich August Stüler, errichtet zwischen 1843 und 1855 und nach Kriegs­zer­störung 70 Jahre lang ge­schlossen. Räumlich und inhaltlich aufeinander bezogene Exponate aus drei Sammlungen.

Bis 15.2.2026, Berlin

The Scharf Collec­tion

Museum, Berlin

Alte National­galerie

Eine der be­deu­tend­sten Mu­seums­archi­tek­turen des 19. Jahr­hun­derts: Er­schei­nungs­bild eines anti­ken Tem­pels, der auf einem hohen Sockel steht. Euro­päi­sche und deut­sche Ge­mäl­de und Skulp­turen des 19. Jahr­hun­derts, fran­zö­si­sche Im­pres­sio­ni­sten, Ro­man­tik.

Museum, Berlin

Pergamon­museum

Dreiflügelanlage, errichtet 1910 bis 1930 von Ludwig Hoffmann nach Entwürfen von Alfred Messel. Pergamonaltar, Markttor von Milet, Ischtar-Tor und und Mschatta-Fassade.

Museum, Berlin

Dom zu Berlin (Dom­museum)

Zeich­nun­gen, Ent­würfe und Mo­delle aus der Pla­nungs- und Ent­ste­hungs­ge­schich­te des Ber­liner Doms. Dekor­ele­mente, Bau­plasti­ken, Innen­raum­modelle.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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