Ausstellung 31.08.21 bis 16.01.22

Stadtmuseum Riesa

Geschichten über den Tod hinaus

Die Grüfte in der Klosterkirche Riesa

Riesa, Stadtmuseum Riesa: Prunkvolle Särge, kostbare Kleidung und besondere Beigaben bezeugten nicht nur den zu Lebzeiten erworbenen Stand der Verstorbenen, sondern besaßen auch religiöse und symbolische Bedeutung. Bis 16.1.22

In der Ausstellung werden die kulturgeschichtlichen Hintergründe für eine Gruftbestattung im Kontext der Riesaer Beispiele erläutert. Beginnend mit den mittelalterlichen Friedhofsbestattungen auf dem heutigen Rathausplatz wird die historische Entwicklung über die Klosterzeit bis zu den Rittergutsbesitzern nachvollzogen. Diese waren es, die in den Grüften der Klosterkirche ihre letzte Ruhe fanden.

Im Detail wird auf die Adelsfamilien von Felgenhauer, Hanisch/von Odeleben und von Welck eingegangen sowie das Schicksal einiger für das Thema relevanter Personen näher beleuchtet.

Die interdisziplinären Untersuchungen bilden die Überleitung zur neuzeitlichen Sepulkralkultur, welche durch Funde aus den Grüften thematisiert wird. Prunkvolle Särge, kostbare Kleidung und besondere Beigaben bezeugten nicht nur den zu Lebzeiten erworbenen Stand der Verstorbenen, sondern besaßen auch religiöse und symbolische Bedeutung. Dies wird unter anderem an ledig Verstorbenen beigegebenen Totenkronen und Objekten, die bei der Totenwaschung eingesetzt wurden, illustriert.

Die Ausstellung kann sowohl als Einzelbesucher als auch im Rahmen einer Führung besucht werden. Sie richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern als Unterrichtsangebot auch an Schulklassen der Stufen 9 und 10. Da sich der in der Ausstellung dargestellte Umgang mit Sterben und Tod stark von der heutigen Praxis unterscheidet, wird im Begleitprogramm Wert darauf gelegt, auch Anknüpfungspunkte zur aktuellen Trauer- und Bestattungskultur zu bilden.

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1050348 © Webmuseen