Ausstellung 16.05. bis 31.10.21

Deutsches Hugenotten-Museum

Glaubensflüchtlinge heute

Bad Karlshafen, Deutsches Hugenotten-Museum: Menschen wegen ihres Glaubens zu verfolgen, ist ein Verbrechen. Wer Menschen Religionsfreiheit verweigert, nimmt ihnen ihre Identität. Die Ausstellung hat Verfolgte aller Konfessionen im Blick. Bis 31.10.21

Menschen wegen ihres Glaubens zu verfolgen, ist ein Verbrechen. Meist geht dies auch noch einher mit anderen schweren Menschenrechtsverletzungen: Verschleppung, Folter, Vergewaltigung, Gehirnwäsche oder sogar Mord. Wer Menschen Religionsfreiheit verweigert, nimmt ihnen ihre Identität.

Die Ausstellung beschränkt sich bewusst nicht nur auf christliche Glaubensflüchtlinge, sondern hat Verfolgte aller Konfessionen im Blick: u.a. Buddhisten aus Tibet, Muslime (Rohingya aus Myanmar oder Uiguren aus China), Êziden (aus dem Irak und der Türkei) sowie Christen aus dem Nahen Osten und Westafrika.

Religiöse Verfolgung schürt Krisen, Flucht und Vertreibung. So nimmt die Zahl der Glaubensflüchtlinge weltweit beängstigend zu. In Westafrika werden immer mehr Christen zur Zielscheibe islamistischen Terrors. Gläubige werden bedroht und angegriffen; es gibt entsetzliche Anschläge bei Gottesdiensten oder vor Kirchen.

In Indien machen Hindu-Nationalisten sowohl Christen als auch Muslimen das Leben zur Hölle. Schlägerbanden überfallen Angehörige religiöser Minderheiten und zwingen sie, sich zum Hinduismus zu bekennen.

In Tibet werden Nonnen und Mönche aus buddhistischen Lehrinstituten vertrieben, um ihre Zahl künstlich niedrig zu halten. Nonnen werden gefoltert, nur weil sie Fotos des Dalai Lama bei sich tragen.

Um das religiöse Leben der Muslime auszulöschen, macht die Kommunistische Partei Chinas nicht einmal halt vor bedeutenden Kulturgütern: In Xinjiang/Ostturkestan lässt sie jahrhundertealte Moscheen niederreißen.

Hunderttausende Uiguren und Kasachen werden in Umerziehungslagern der Gehirnwäsche unterzogen, um sie gewaltsam zu assimilieren.

Erstellt wurde die Ausstellung in Kooperation mit der „Gesellschaft für bedrohte Völker” (GfbV), eine international tätige nicht-staatliche Organisation, die sich für den Schutz von Minderheiten weltweit einsetzt, insbesondere für die Rechte von religiösen, sprachlichen und ethnischen Minderheiten.

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