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8.4.2024
(modifiziert)
Gneisenaumuseum zu „Gneisenau- und Schildbürgermuseum Schildau (Museum)”, DE-04889 Belgern-Schildau
Schildbürgermuseum zu „Gneisenau- und Schildbürgermuseum Schildau (Museum)”, DE-04889 Belgern-Schildau

Museum

Gneisenau- und Schildbürgermuseum Schildau

am Originalschauplatz der Schildbürgerstreiche

Marktstraße 14
DE-04889 Belgern-Schildau
Ganzjährig:
Di, Do 13-17 Uhr
Mi, Fr-Sa 10-14 Uhr
So nach Vereinbarung

Generalfeldmarschall August Graf Neidhardt von Gneisenau, geboren am 27. Oktober 1760 im Gasthof „Weintraube” in Schildau, war ein genialer Feldherr und Militärreformer, der die alten Adelsvorrechte abschaffte und die allgemeine Wehrpflicht einführte.

Seine Mutter hatte im Zuge einer Truppenverlegung seines Vaters während des Siebenjährigen Krieges hier übernachtet. Auf der Weiterreise verlor sie das Neugeborene aus den Händen, ein Soldat fand es und brachte es zurück in die Stadt, wo der kleine Neidhardt die ersten acht Jahre seines Lebens verbrachte.

Im Eingangsbereich des Museums werden in Schauvitrinen Szenen der Schlacht bei Lindenau und Möckern am 16. Oktober 1813 dargestellt.

Die Schildbürger waren jene merkwürdigen Leute, die alles, was sie anpackten, verkehrt machten: sie bauten ein dreieckiges Rathaus und trugen das Licht in Säcken hinein, sie zogen eine Kuh mit einem Strick auf eine Mauer, um sie dort das Gras abfressen zu lassen, sie säten Salz und ernteten Brennnesseln, sie versenkten eine Glocke im Teich, und sie schnitten eine Kerbe ins Boot, um sie später wiederzufinden.

Vor mehr als 400 Jahren erschien erstmals das Schildbürgerbuch, in welchem 45 Streiche der klassischen Art erzählt werden. Diese werden im Museum eingehend dokumentiert. Zu bestaunen gibt es u.a. ein Modell des legendären dreieckigen Rathauses. Szenische Darstellungen zeigen, wie die weibliche Gemeinde Schildas einen Brief verfasste, wie die Schildbürger Licht ins fensterlose Rathaus brachten, wie sie Salz anbauten, wie sie einen neuen Schultheiß wählten und wie der Schultheiß seiner Frau einen Pelz kaufte.

Ein Schildbürgerwanderweg erschließt zudem durch Wappentafeln mit bildliche Darstellungen der zwölf bekanntesten Schildbürgergeschichten die Originalschauplätze.

Besonderes Augenmerk gilt auch dem umfangreichen Schaffen von Ruth Kraft, der in Schildau gebürtigen Schriftstellerin, die das Schildbürgerbuch von 1598 neu bearbeitete und so zur Bekanntheit der närrischen Geschichten beitrug.

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