Museum

Grenzmuseum Schifflersgrund

Asbach-Sickenberg: Geschichte der deutschen Teilung und deren Auswirkungen auf die Anwohner im Grenzgebiet. Opfer der innerdeutschen Grenze am Beispiel von Heinz-Josef Große, der hier nach Schüssen verblutete.

Vom Eingang her ins Museumsgelände führen als Weg gelochte Betonplatten: Relikte der Grenzwege aus der Zeit des geteilten Deutschlands. Der erhaltene Teil des Grenzzauns erstreckt sich über knapp 2,5 km am Fuß eines Hangs entlang. Und ein schmaler Grenzbeobachtungsturm ragt betongrau über dem Gelände in den Himmel.

Heinz-Josef Große war einer von denen, die dem offiziell nicht existierenden Schießbefehl zum Opfer fielen. Die Stelle, an der er 1982 versuchte, mit Hilfe eines Frontladers über den Grenzzaun und den Hügel hinauf zu fliehen, ist vom Ausblick des Museums gut zu sehen. Hier mussten drei Zollbeamte mit ansehen, wie Große nach Schüssen verblutete: der Hang war ja, obwohl jenseits des Grenzzauns gelegen, noch Territorium der DDR. Dem Schicksal Heinz-Josef Großes ist, stellvertretend für andere Opfer der innerdeutschen Grenze, ein Teil der Ausstellung im Museum gewidmet.

Überall auf dem Museumsgelände und in den Ausstellungsräumen finden sich Teile des sog. Grenzsignal- und Inlandszauns aus Streckmetall. Neben den festen Grenzanlagen wurden zur Grenzsicherung diverse Fahrzeuge und Hubschrauber eingesetzt. Einige stehen auf dem Freiluftgelände des Museums, und ebenso Großes originaler Frontlader.

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