Museum

Hans Gross Kriminalmuseum

(Eröffnung am neuen Standort Anfang 2018)

Graz: Die wissenschaftliche Welt der Verbrechensaufklärung: Tatwaffen, Schädeldecken und andere Körperteile von Opfern, Gipsabdrücke, Tatortreliefs und -skizzen, Einbruchswerkzeuge, Falschspielermaterial.

Zu den großen Leistungen des Grazers Hans Gross (*1847) gehörte die Entwicklung seines "Tatortkoffers", der es dem Untersuchenden vor Ort ermöglichte, selbständig Untersuchungen durchzuführen, ohne von anderen Hilfmitteln abhängig zu sein. Schreibmaterial, Lupe, Messgeräte, Schrittzähler, Pinzetten, Kompaß, Kreuz und Kerzen (um jemanden rasch zu vereidigen), Wechselstrümpfe, eine Kleinausgabe des Strafgesetzbuches oder eine Dose Zuckerl (um scheue Kinder zur Kooperation zu ermutigen) gehörten unter anderem zur Ausrüstung.

Ab 1896 trug Hans Gross mit einer Lehrsammlung für die praktische Ausbildung von Untersuchungsrichtern zusammen. Ein Erlass der Habsburger Monarchie wies die Österreichischen Gerichte an, relevantes Material an dieses „Museum” zu übersenden. So entstand eine umfassende Sammlung von Corpora delicti: Tatwaffen, Schädeldecken und andere Körperteile von Opfern, Gipsabdrücke, Tatortreliefs und -skizzen, Einbruchswerkzeuge, Falschspielermaterial und vieles mehr.

Die Ausstellung gibt einen interessanten Einblick in die wissenschaftliche Welt der Verbrechensaufklärung, der durchaus mit Gänsehaut und Schauder verbunden ist.

Polizei- und Zollmuseen

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