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29.12.2024
(modifiziert)
Ältestes Haus zu „Heimatmuseum der Stadt Teltow (Museum)”, DE-14513 Teltow
Foto: Peter Jaeckel (CC by-nc-nd 4.0)
 zu „Heimatmuseum der Stadt Teltow (Museum)”, DE-14513 Teltow

Museum

Heimatmuseum der Stadt Teltow

Hoher Steinweg 13
DE-14513 Teltow
Sommerzeit:
So 14-18 Uhr
Winterzeit:
So 13-17 Uhr

Das Museumsgebäude ist ein unter Denkmalschutz stehendes Haus.

Wie der Erinnerungstafel am Dachausbau zu entnehmen ist, wurde das sog. „Älteste Haus” nach dem großen Stadtbrand von 1711 erbaut. Speziell die ältesten noch erhaltenen Elemente dieses Hauses geben interessante Einblicke in die alte Bautechnik.

Stadtgeschichte

Die Gründung der Stadt Teltow fällt mit größter Wahrscheinlichkeit in die Zeit der deutschen Be­siedlung unmittelbar nach der Besitzergreifung dieses Landesteiles durch die Askanier.

Eine Urkunde (Ersterwähnung) weist aus, daß Teltow schon 1265 Stadtrechte erhielt. Dazu gehört das vom Landesherrn verbriefte Recht der Teltower Handwerker zur Bildung von Innungen.

Das Heimatmuseum veranschaulicht diese fast siebenhundertfünfzigjährige ortsbezogene Geschichte.

Stadtmodell (1890), Karten, Zeichnungen und Fotografien vermitteln ein Bild von der topographischen Lage, der Struktur und der Bebauung der Stadt, beginnend mit vor- und frühgeschichtlichen Funden über landwirtschaftliches Gerät, Verkehrswesen, Handel und Gewerbe bis zu den Er­zeugnissen der Industrie im 20. Jahrhundert.

Wohnen und Arbeiten

Mobiliar und sonstige Einrichtungsgegen­stände vermitteln den Eindruck, in einer Wohnstube zu sein, wo aber auch häusliche Tätigkeiten (Weben, Spinnen, Bügeln, Nähen usw.) verrichtet wurden.

Foto­grafien spiegeln die damaligen Lebensverhältnisse wieder, eine Gemäldekopie erinnert an Lyonel Feininger. In der Küche des Hauses wurden einst die pikant schmeckenden Teltower Rübchen zu­be­reitet.

Das ausgestellte alte Werkzeug vermittelt im Raum Handwerk einerseits den Eindruck einer großen Vielfalt und bezeugt andererseits, dass es in Art und Form über die Jahrhunderte eine große Beständigkeit gibt.

Der aus der Erbauungszeit stammende Dachboden bietet interessante Einblicke in die Dachkonstruktion (Splißdach) und wird für die Präsentation von robustem Hausrat genutzt. Die Dachstube erinnert daran, dass dieser Raum von jeher als Schlafraum genutzt wurde und umfasst u.a. ein Bett mit Wärmflaschen und ein Schrank mit Wäsche.

Im Museumshof hinter dem Haus wird mit restaurierten landwirt­schaftlichen Großgeräten aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts an die bereits von industriel­lem Gerät geprägte Zeit der Land­wirtschaft in der einstigen Acker­bür­gerstadt hingewiesen.

POI

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