Version
6.9.2025
Yosemite Valley zu „Hier und Jetzt im Museum Ludwig”, DE-50667 Köln
Unbekannter Fotograf, Glacier Point and South Dome, Yosemite Valley Calif., 1898
Detroit Publishing Company (Verleger), Fotochrom, Museum Ludwig, Köln, Repro: Rheinisches Bildarchiv Köln

Ausstellung 06.12.25 bis 10.05.26

Hier und Jetzt im Museum Ludwig

De/Collecting Memories

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz
DE-50667 Köln
0221-221-26165
info@museum-ludwig.de
Ganzjährig:
Di-So+Ft 10-18 Uhr
1. Do/Mt 10-22 Uhr

Im Jahr 1890 erklärte das amerikanische Volkszählungsamt die USA als vollständig erschlossen und besiedelt. Zuvor waren indigene Völker ihrer Gebiete beraubt, Eisenbahnstrecken in alle Teile des Landes gebaut und die ersten Nationalparks eingerichtet worden. Im selben Jahrzehnt erschienen mit den ersten Souvenir-Postkarten auch die ersten Farbfotografien aus den USA.

Mithilfe der jungen Technik des Fotochroms wurden Schwarzweißnegative nachträglich eingefärbt, massenhaft reproduziert und entlang der neuen Reiserouten vermarktet: New York und Yellowstone, Florida und Chicago – bis zu sieben Millionen Postkarten verließen pro Jahr die Druckmaschinen und formten ein Bild von Amerika, das mehr ausschloss als es erzählte.

De/Collecting memories setzt da an, wo die Postkartenmotive enden, bei dem was sie aussparen und ausblenden. Die vermeintlich unberührte Natur in den bunten Bildern war Lebens- und Kulturraum der indigenen Bevölkerung, lange bevor weiße Menschen sie touristisch erschlossen und besiedelten und damit bestimmten, welche Geschichten erzählt wurden.

Die Ausstellung bringt Bestände aus der Fotografischen Sammlung des Museums mit der Arbeit Sky Dances Light von 2024, einer Installation von Wolken aus Blechschellen, der zeitgenössischen indigenen Künstlerin Marie Watt (geboren 1967 in Seattle, Washington) zusammen. Die Zinnschellen sind eine Hommage an den Jingle-Dress-Tanz, der um 1900 während der Grippepandemie als Heilungsritual beim Stamm der Ojibwe entstand. Der Jingle-Dress-Tanz war auch ein radikaler Akt, denn im Jahr 1883 verboten die Vereinigten Staaten zeremonielle Versammlungen indigener Völker.

POI

Ausstellungsort

Museum Ludwig

Kunst des 20. Jahr­hun­derts und der Gegen­wart: Ex­pres­sio­nis­mus (Samm­lung Haub­rich), Russi­sche Avant­garde, Picasso (welt­weit dritt­größte Samm­lung), Neue Sach­lich­keit, Bau­haus und De Stijl, Dada und Sur­rea­lis­mus, Ab­strak­ter Ex­pres­sio­nis­mus, Noveau Réa­lisme, Pop Art u.v.m.

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Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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