Ausstellung 06.12.25 bis 10.05.26
Im Jahr 1890 erklärte das amerikanische Volkszählungsamt die USA als vollständig erschlossen und besiedelt. Zuvor waren indigene Völker ihrer Gebiete beraubt, Eisenbahnstrecken in alle Teile des Landes gebaut und die ersten Nationalparks eingerichtet worden. Im selben Jahrzehnt erschienen mit den ersten Souvenir-Postkarten auch die ersten Farbfotografien aus den USA.
Mithilfe der jungen Technik des Fotochroms wurden Schwarzweißnegative nachträglich eingefärbt, massenhaft reproduziert und entlang der neuen Reiserouten vermarktet: New York und Yellowstone, Florida und Chicago – bis zu sieben Millionen Postkarten verließen pro Jahr die Druckmaschinen und formten ein Bild von Amerika, das mehr ausschloss als es erzählte.
De/Collecting memories setzt da an, wo die Postkartenmotive enden, bei dem was sie aussparen und ausblenden. Die vermeintlich unberührte Natur in den bunten Bildern war Lebens- und Kulturraum der indigenen Bevölkerung, lange bevor weiße Menschen sie touristisch erschlossen und besiedelten und damit bestimmten, welche Geschichten erzählt wurden.
Die Ausstellung bringt Bestände aus der Fotografischen Sammlung des Museums mit der Arbeit Sky Dances Light von 2024, einer Installation von Wolken aus Blechschellen, der zeitgenössischen indigenen Künstlerin Marie Watt (geboren 1967 in Seattle, Washington) zusammen. Die Zinnschellen sind eine Hommage an den Jingle-Dress-Tanz, der um 1900 während der Grippepandemie als Heilungsritual beim Stamm der Ojibwe entstand. Der Jingle-Dress-Tanz war auch ein radikaler Akt, denn im Jahr 1883 verboten die Vereinigten Staaten zeremonielle Versammlungen indigener Völker.
Ausstellungsort
Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart: Expressionismus (Sammlung Haubrich), Russische Avantgarde, Picasso (weltweit drittgrößte Sammlung), Neue Sachlichkeit, Bauhaus und De Stijl, Dada und Surrealismus, Abstrakter Expressionismus, Noveau Réalisme, Pop Art u.v.m.
Bis 2.8.2026, im Haus
Im Zentrum von Kusamas Werk stehen die Natur in ihrem ständigen Wandel, Werden und Vergehen sowie die Unendlichkeit des Universums.
Bis 26.4.2026, Köln
Die exklusiv für das MAKK konzipierte Ausstellung richtet den Fokus bewusst auf weibliche Positionen.
Ab 22.5.2026, Köln
Museum, Köln
Archäologisches Erbe des römischen und fränkischen Köln sowie des Umlandes von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Glas, Keramik, Mosaiken, Schmuck.
Museum, Köln
Europäisches Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Möbel, Keramik (Rheinisches Steinzeug, Fayence, Porzellan), Glas (Italien, 16. Jahrhundert, Deutschland, 17.- 18. Jahrhundert, Jugendstil), Silber, Zinn, Schmuck von der Gotik bis zur Gegenwart.