Museum

Historisches Museum der Pfalz

Speyer: Umfassendste Darstellung der Geschichte der Pfalz in einem 1910 eingeweihten, vierflügeligen Gebäude in unmittelbarer Nähe des Doms. Domschatzkammer. Vorgeschichte, Römerzeit, Mittelalter, Neuzeit. Wein. Über 900.000 Exponate. Domschatz.

In einem 1910 eingeweihten, vierflügeligen Gebäude in unmittelbarer Nähe des Doms zeigt das Museum die umfassendste Darstellung der Geschichte der Pfalz: Vorgeschichte, Römerzeit, Mittelalter, Neuzeit. Das Weinmuseum verfügt über den ältesten, flüssig erhalten gebliebenen Rebenwein der Welt.

Römerzeit

Um 12 v. Chr. besetzten sie das Land, bauten Straßen, errichteten Lager und führten die römische Verwaltung in der neuen Provinz Obergermanien ein. Mit ihnen kamen Händler und Handwerker. Sie hinterließen zahlreiche Objekte aus ihrem Alltagsleben.

Dazu zählt das als Terra Sigillata bekannte Tischgeschirr, das in Rheinzabern hergestellt wurde und über weite Handelswege bis Britannien und ans Schwarze Meer gelangte.

Der Hortfund von Hagenbach wiederum steht für die Plünderungszüge der Germanen in die römischen Provinzen. Er birgt wertvolle Fundstücke römischer Zeit, geborgen vom Grund des Rheins. Denn oft konnten die römischen Soldaten erst beim Versuch der Plünderer, mit der Beute den Rhein zu überqueren, zum Gegenschlag ausholen – nicht selten mit dem Ergebnis, dass der kostbare Schatz in den Fluten des Rheins versank.

Der in Bronze gegossene Kopf eines Kentauren, gefunden bei Schwarzenacker im Saarland, stammt aus der Zeit des Kaisers Augustus und war vermutlich Teil einer Statuette. Später diente er dann, mit einem Haken versehen, als Gewicht an einer Laufwaage.

Domschatz

Insgesamt acht Kaiser und Könige sowie drei Kaiserinnen wurden im Speyerer Dom beigesetzt. 1900 öffnete und untersuchte man ihre Gräber. Die dabei gefundenen Grabkronen der salischen Kaiser, der Reichsapfel Heinrichs III. und der Goldring Heinrichs IV. stellen einzigartige Zeugnisse dar.

Zu den wertvollsten Exponaten des Domschatzes zählt der mit Bergkristallen, Rubinen, Diamanten, Smaragden und Amethysten besetzte und mit sechs Perlmuttreliefs verzierte sogenannte goldene Lehrbach-Kelch. Er wird auch heute noch noch für den Gottesdienst gebraucht.

Protestantismus

Im Zentrum der Betrachtung stehen die reformatorischen Schlüsselgestalten Martin Luther, Philipp Melanchthon, Martin Butzer, Huldrych Zwingli, Johannes Calvin und der reformierte Heidelberger Theologe Zacharias Ursinus. Sein „Heidelberger Katechismus” stellt eine bis heute wichtige Bekenntnisschrift der Reformierten dar.

Darüber hinaus nimmt die Ausstellung Bezug auf den Bauernkrieg, die Kirchenunion von 1818 sowie die Gedächtniskirche in Speyer.

Weinmuseum

Einzigartige Exponate wie der älteste flüssige Rebenwein der Welt geben einen Einblick in die Kulturgeschichte des Weinbaus und des Weinkonsums der vergangenen 2000 Jahre. Große Weinpressen, Fässer und alte Abfüllanlagen zeugen von der Arbeit der Winzer.

Beeindruckende Ausmaße hat die riesige Baumkelter aus dem Jahr 1727. Sie steht seit hundert Jahren im Museum.

Historisches Museum der Pfalz ist bei:

Historische Museen

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #109593 © Webmuseen