Ausstellung 28.09.23 bis 21.07.24
Rock-Musiker Bruce Springsteen greift zur Gitarre, und mehr als 160.000 Menschen auf der Radrennbahn Berlin-Weißensee brechen in frenetischen Jubel aus. Es ist das größte Konzertereignis in der Geschichte der DDR – das es auch politisch in sich hat. Denn Springsteen hat eine Rede vorbereitet: „Es ist gut, in Ost-Berlin zu sein. Ich bin hier nicht für oder gegen irgendeine Regierung. Ich bin gekommen, um für euch Rock’n’Roll zu spielen, für euch Ost-Berliner, in der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren umgerissen werden.” Rund 16 Monate später fällt die Berliner Mauer tatsächlich. Mancher sagt, Springsteen habe mit seinem Konzert dazu beigetragen.
Die Ausstellung nimmt mit rund 500 Exponaten das spannungsreiche Verhältnis von Musik und Politik seit 1945 in den Blick. Von Karl Berbuers „Trizonesien-Lied”, über Nicoles „Ein bisschen Frieden” oder Nenas „99 Luftballons”: Hits wie diese sind ein Spiegel ihrer Zeit und erinnern uns an historische Ereignisse oder an ein bestimmtes Lebensgefühl. Wir denken an die 68er-Studentenrevolte und den Kalten Krieg, die Sehnsucht nach Heimat oder den Mauerfall.
Ausstellungsort
Dauerausstellung zur Geschichte von Diktatur und Widerstand in der DDR vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.
Haupthaus, Bonn
Umfangreiche Dauerausstellung und Wechselausstellungen zur neueren deutschen Geschichte: informativ und unterhaltend, erlebnisorientiert und besucherfreundlich, interaktiv und multimedial.
Bis 31.5.2026, im Haus
Die kompakte Galerieausstellung erzählt von einem Künstler, der sich mit Klugheit, Erfindungsreichtum und Beharrlichkeit kreative Freiräume erkämpfte – mitten im staatsgelenkten Kulturbetrieb der DDR.
Museum, Leipzig
Leipzig als Stadt des Handels, der Messen und der friedlichen Revolution von 1989.
Bis 22.2.2026, Leipzig
Die beliebte Sendung „Unser Sandmännchen” des damaligen Deutschen Fernsehfunks (DDR) überlebte die deutsche Teilung und bringt bis heute den Kindern jeden Abend Gute-Nacht-Geschichten.