Museum
Die städtischen Sammlungen sind in Schloss Schönau untergebracht, das als adliger Wohnsitz 1928 in den Besitz Bad Säckingens überging. Auf der damaligen Rheininsel wurde das Kloster St. Fridolin im 6. Jahrhundert gegründet. Später entwickelte es sich zu einem einflussreichen Damenstift.
ScheffelRäume: eine auf zwei Räume verteilte multimediale Ausstellung erinnert an das Erstlingswerk des Dichters Joseph Victor von Scheffel (1826-1886), der sich von Dezember 1849 bis September 1851 als junger Jurist am Hochrhein aufhielt. 1854 erschien sein Versepos „Der Trompeter von Säckingen. Ein Sang vom Oberrhein”. Die Liebesgeschichte mit Happy End wurde zum Bestseller: Gedichte daraus wurden vertont, es entstanden Opern, und 1918 wurde der Stoff sogar verfilmt. Das Buch machte Säckingen ab Ende des 19. Jahrhunderts weltweit bekannt und zu einem literarischen Ort.
Die Hotzenstube zeigt den wichtigsten Wohnraum des Hotzenhauses, wie er noch in den 1930er Jahren überall auf dem Hotzenwald zu finden war. Mittelpunkt und Glanzstück war die Kunst, oder wie es im Hotzenwald heißt die „Chouscht”, die vom Küchenherd aus beheizt wurde. Sie galt den Hotzenwäldern als Inbegriff aller Behaglichkeit und Gemütlichkeit.
Das älteste Stück des Trompetenmuseums ist eine Naturtrompete aus dem Jahr 1664, die mit anderen Exemplaren aus dem 17. und 18. Jh. die damalige Tradition des Trompetenbaus in Mitteleuropa repräsentiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der wohl wichtigste Entwicklungsprozess in der Trompetengeschichte, die Chromatisierung des Instrumentes. Hier steht besonders das 19. Jahrhundert mit seiner Vielzahl an technischen Neuerungen im Vordergrund. 1985 erwarb Bad Säckingen die Trompetensammlung des Basler Jazztrompeters Ernst W. Buser (1925-2004) und erweiterte diese umfangreich, so dass nun vom Barock bis zum Jazz über vier Jahrhunderte Trompetenbaukunst in einer europaweit einzigarten Weise dokumentiert sind.
Die Abteilung für Ur- und Frühgeschichte zeigt archäologische Funde von der Steinzeit bis zur Alamannenzeit aus dem deutschen Hochrheingebiet zwischen Basel und Schaffhausen. Die oberen Etagen des Schlosses gewährt dabei einen Einblick in die eiszeitliche Tierwelt am Hochrhein, die ältere, mittlere und jüngere Steinzeit, die Bronzezeit mit ihren Urnengräbern, die frühe Eisenzeit (Hallstattzeit) und die La-Tène-Zeit, die große Zeit der Kelten. Das Stockwerk darunter ist zu einem großen Teil den Römern gewidmet, die bis ins 4. Jahrhundert hinein die Geschichte am Hochrhein maßgeblich mitbestimmten.
Gezeigt wird auch eine Sammlung von Schwarzwalduhren.
Im gleichen Haus
Museum, Bad Säckingen
Museum, Bad Säckingen
Münsterschatz des 1806 aufgelösten Frauenstiftes Säckingen. Sog. „Amazonenstoff” aus dem 7. Jahrhundert, der in ein Messgewand eingearbeitet ist. Silberschrein mit den Gebeinen des Heiligen.
Museum, Mumpf
Fischerei, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau in Mumpf. Historisches Fotoarchiv, Filmarchiv und Hördokumente. Im Gemeindehaus Modell eines Trottbaumes.
Bis 11.1.2026, Basel