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27.10.2025
(modifiziert)
Lovis Corinth, Selbstbildnis zu „Im Visier!”, DE-10178 Berlin
Lovis Corinth, Selbstbildnis vor der Staffelei, Detail, 1919, Öl auf Leinwand
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders

Ausstellung 18.07.25 bis 25.01.26

Im Visier!

Lovis Corinth, die Nationalgalerie und die Aktion „Entartete Kunst”

Alte Nationalgalerie

Bodestraße
DE-10178 Berlin
030-2090-5801
Ganzjährig:
Di-Do, So 10-18 Uhr
Fr-Sa 10-20 Uhr

Der Maler ▸Lovis Corinth (1858-1925) gilt neben Max Liebermann und Max Slevogt als der wichtigste Vertreter des deutschen Impressionismus. Mit über zwanzig teils großformatigen Ölgemälden besitzt die Nationalgalerie einen umfangreichen und bedeutenden Bestand an Werken des Malers.

Die Wege dieser Objekte in die Sammlung der Nationalgalerie sind jedoch häufig von Verlust und teilweiser Rückkehr geprägt: Einige Bilder wurden 1937 als „entartet“ beschlagnahmt, 1939 aber überraschenderweise zurückgegeben, andere konnten erst wesentlich später zurückerworben werden; manche wurden aber auch nicht konfisziert, während wieder andere damals verkauft wurden und sich heute im In- und Ausland befinden.

Um diese Verluste auszugleichen, wurden nach 1945 sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der DDR weitere Gemälde von Corinth und seiner Frau Charlotte Berend-Corinth (1880-1967) erworben. Der in Ostpreußen geborene Künstler übersiedelte 1901 von München nach Berlin. Nach einem Schlaganfall 1911 wurde seine Pinselführung deutlich expressiver. Als er am 17. Juli 1925 an einer Lungenentzündung starb, befand er sich auf einer Reise nach Amsterdam, wo er sich noch einmal die Gemälde von Frans Hals und Rembrandt ansehen wollte.

Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst” in andere Museen gelangten.

POI

Ausstellungsort

Alte National­galerie

Eine der be­deu­tend­sten Mu­seums­archi­tek­turen des 19. Jahr­hun­derts: Er­schei­nungs­bild eines anti­ken Tem­pels, der auf einem hohen Sockel steht. Euro­päi­sche und deut­sche Ge­mäl­de und Skulp­turen des 19. Jahr­hun­derts, fran­zö­si­sche Im­pres­sio­ni­sten, Ro­man­tik.

Bis 15.2.2026, im Haus

The Scharf Collec­tion

Die Aus­stellung zeigt eine Auswahl von rund 150 Werken, darunter heraus­ragende Werke von Auguste Renoir, Pierre Bonnard, Edgar Degas sowie Claude Monet.

Museum, Aachen

Suer­mondt-Ludwig-Museum

Kunst aus drei Jahr­tau­sen­den: bürgerliche Kunstkammer, nieder­län­di­sche Male­rei des gol­de­nen Zeit­alters und mittel­alter­liche Skulp­tur, großformatige Gemälde niederländischer und flämischer Künstler, Düsseldorfer Malerschule, Klassische Moderne und Expressionismus. Glasmalerei.

Museum, Düsseldorf

Museum Kunst­palast

Um­fang­reiche Kunst- und Kunst­ge­werbe­samm­lun­gen des frühe­ren Kunst­museums. Werke der ita­lie­ni­schen und hollän­di­schen Malerei und Skulp­tur, Kunst­ge­werbe und Möbel. Hoch­karä­tige Aus­stel­lun­gen.

Ab 1.3.2026, Schweinfurt

Druckreif!

Der Ruhm des Nürn­berger Künstlers Albrecht Dürer wurzelt insbe­sondere auf dessen umfang­reichem druck­graphischem Werk.

Bis 4.7.2026, Wertheim

Kunst geht neue Wege

Die Künstler­vereini­gung Berliner Secession entstand aus Protest gegen die biedere Kunst­auf­fassung der dama­ligen Zeit.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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