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15.5.2025
Marta Astfalck-Vietz zu „Inszeniertes Selbst”, DE-10969 Berlin
Marta Astfalck-Vietz, Ohne Titel (Selbstporträt), um 1927 © VG Bild-Kunst, Bonn 2024
© VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Ausstellung 11.07. bis 13.10.25

Inszeniertes Selbst

Marta Astfalck-Vietz

Berlinische Galerie

Alte Jakobstraße 124-128
DE-10969 Berlin
Nicht mehr besuchbar:
Ausstellungsende erreicht.

In nur einem Jahrzehnt, den sogenannten „Goldenen Zwanzigern”, erschuf die Fotografin Marta Astfalck-Vietz (1901-1994) ein schillerndes Werk, das sowohl Porträt-, Akt- und Tanzfotografien wie auch konzipierte Serien umfasst.

Vor allem die eigenwilligen Inszenierungen, bei denen sie die Rolle der Fotografin, der Arrangeurin und Regisseurin wie auch die des Models einnahm, zeigen ihr Interesse an der Selbsterfindung. Hierfür schlüpfte Astfalck-Vietz in verschiedene Figuren, hinterfragte weibliche Rollenbilder, stellte kritische Bezüge zu den gesellschaftspolitischen Umbrüchen der Zeit her und nahm somit die bildnerischen Strategien der 1970er Jahre vorweg.

In einem spielerischen Umgang mit Stoffen und deren Texturen erzeugte Marta Astfalck-Vietz in ihren Werken fast haptische Qualitäten. Zusammen mit dem Fotografen Heinz Hajek-Halke (1898-1983) entstanden innovative Bilder in kombinierter Urheberschaft, die durch fotografische Ex­pe­rimente, wie Verzerrung, Doppelbelichtung und Schattenspiel, träumerische, gar surreale Wirkungen erzielen.

Die umfangreiche Einzelausstellung mit begleitendem Katalog würdigt mit ca. 130 Werken das vielfältige und selbstbewusste Schaffen von Marta Astfalck-Vietz. Der Nachlass, der seit 1991 im Besitz der Berlinischen Galerie ist, wurde 2022/2023 im Rahmen des „Förderprogramms zur Digitalisierung von Kulturgut des Landes Berlin” digitalisiert und in Teilen restauriert.

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Ausstellungsort

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