Bot. Garten
Die größte der Borromäischen Inseln ist aufgrund ihrer exotischen Prägung auch die bedeutendste Insel des Lago Maggiore und wurde von Gustave Flaubert als „der sinnlichste Ort, den ich jemals gesehen habe” beschrieben. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie vom Obstgarten über einen Olivenhain und üppigen Garten aus Zitrusfrüchten bis hin zum heutigen, auf den Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgehenden botanischen Garten im englischen Stil umgestaltet. Dank des günstigen milden Klimas beherbergt er seltene sowie exotische Pflanzen, die aus den unterschiedlichsten Längengraden stammen.
In der Mitte des Parks ragt die berühmte Kaschmir-Zypresse auf, die der Korrespondent der Borromäer, William B. Pentland, im Juni 1862 in Form eines Päckchens mit „frischesten Samen“ aus dem Himalaya geschickt hatte: mit acht Metern Stammdurchmesser ein in Europa einzigartiges Exemplar, das auch in seiner natürlichen Umgebung vom Aussterben bedroht ist.
Im Juni 2006 verwüstete ein Wirbelsturm den nördlichen Teil der Isola Madre und fällte den gigantischen, inzwischen 70 Tonnen schweren Baum. Seine Rettung war eine hochkomplexe ingenieurtechnische und botanische Operation: der Stammfuß wurde in ständig befeuchtete Tücher gewickelt und die Krone mit Antitranspirant besprüht, um die Wurzeln und Blätter so lange am Leben zu erhalten, bis der Baum wieder aufgerichtet war. Heute ist er wieder zu neuem Leben erwacht.
Die Protea ist eine immergrüne Strauchpflanze aus den tropischen und subtropischen Regionen der südlichen Hemisphäre, ihr Anbau ist in unseren Breitengraden ein schwieriges Unterfangen. Dies zeigte sich, als vor dreißig Jahren auf der Isola Madre die ersten Versuche zu deren Akklimatisierung unternommen wurden: die äußerst empfindlichen Sämlinge gingen unweigerlich ein. Mittels einiger junger Protea-Pflanzen gelang um 1985 endlich der Durchbruch.
Der sich neben dem Garten erstreckende Palazzo aus dem 16. Jahrhundert bewahrt kostbare Einrichtungsgegenstände des Hauses Borromeo. Zu den bedeutendsten Räumen zählen: der Empfangssaal, der Saal der Jahreszeiten, der Venezianische Saal, der Saal der Schlachten und der Saal der Päpste. Zu bewundern ist eine Sammlung von Marionetten und „Teatrini delle Marionette” (Puppentheater) aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, deren Schauspiele zur Unterhaltung der Familienmitglieder und Freunde dienten.
Im Raum des Sammlers ist das Wohnzimmer der Sammler Robert Pesché und Gisele Brault Pesché aus dem französischen Museumshaus in Tours nachgebildet, die nach ihrem Tod ihre vielfältigen Sammlungen der Familie Borromeo vermachten. Zu sehen sind wertvolle „Marqueterie“-Möbel, Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts, Radierungen, Zeichnungen, Drucke, antikes Zinn, Porzellan, Puppen und Spielzeug sowie Einrichtungsgegenstände, Kuriositäten und Dokumente.
Das im neoklassizistischen Stil gehaltene kleine Theater wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von San Quirico, dem Bühnenbildner des Teatro alla Scala, entworfen und erbaut. Im Marionettensaal sind Theatermarionetten aus Holz, Porzellan und Stoff ausgestellt, sie stellen bekannte Persönlichkeiten der damaligen Zeit dar: kuriose, tollpatschige, fröhliche und zwiespältige Typen. Auch verschiedene Requisiten wie Pechlampen oder Pfeifen zur Nebelerzeugung sind zu sehen.
Das Marionettentheater der Familie Borromeo zählt, was die Vielfalt und den Erhaltungszustand der Bühnenbilder, der Bühnenausstattung, der Marionetten und der Drehbücher betrifft, zu den bedeutendsten und vollständigsten seiner Art. Es wurde 1665 von Vitaliano VI. Borromeo in Auftrag gegeben galt lange Zeit als eines der bedeutendsten privaten Theater der lombardischen Aristokratie, auch dank der dort aufgeführten Stücke des Autors Carlo Maria Maggi (1630-1699) im Mailänder Dialekt. Ein wesentlicher Bestandteil der Theateraufführungen war auch die musikalische Begleitung.
Die Kulisse des kleinen Theaters mit dem Namen „Inferno” stellt die Hölle dar. Die verschiedenen Marionetten symbolisieren die Umgebung. Unten links steht eine Orgel mit drei Pfeifen, die düstere Klänge erzeugt. Rechts befindet sich ein Monster auf einem Wagen, das, wenn es bewegt wird, mit den Flügeln schlägt und Feuer aus dem Maul spuckt. Die Puppen des Mittelalterlichen Theaters wiederum stellen Ritter, Paladine und Karl den Großen dar.
Die Möbel der Bibliothek stammen aus dem 16. Jahrhundert, die Livree der Schaufensterpuppe aus dem 18. Jahrhundert. Das Porträt über dem Kamin zeigt die Gräfin Clelia Borromeo, geborene Del Grillo (1680-1777): eine berühmte Frau der Kultur, die von den bedeutendsten Wissenschaftlern ihrer Zeit geschätzt wurde. Das Esszimmer wartet mit Möbeln im Empire-Stil (1800) und Geschirr aus Wiener Porzellan vom Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Die Livrees der Bediensteten tragen die Farben der Casa Borromeo. Die beiden Frauenfiguren im freskengeschmückten Wohnzimmer sind ein Werk von Beccarizzo, einem Anhänger von Tizian.
Der sich neben dem Garten erstreckende Palazzo aus dem 16. Jahrhundert bewahrt kostbare Einrichtungsgegenstände des Hauses Borromeo. Zu den bedeutendsten Räumen zählen: der Empfangssaal, der Saal der Jahreszeiten, der Venezianische Saal, der Saal der Schlachten und der Saal der Päpste. Zu bewundern ist eine Sammlung von Marionetten und „Teatrini delle Marionette” (Puppentheater) aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, deren Schauspiele zur Unterhaltung der Familienmitglieder und Freunde dienten.
Schloss, Stresa
Das großartige Ensemble aus Palazzo und Gärten umfaßt eine Galerie mit 130 Gemälden, diverse Säle, kühle Grotten sowie einen Barockgarten mit Obelisken, Statuen und Terrassen für Rosen, Rhododendren und Kamelien.
Bot. Garten, Verbania
Die Botanischen Gärten der Villa Taranto am Ufer des Lago Maggiore sind das Ergebnis der Vision und der Arbeit von Kapitän Neil McEacharn, der dieses ehrgeizige Projekt 1931 ins Leben rief.
Bot. Garten, Stresa
Prächtiges Anwesen mit alten Bäumen, Garten, Tieren und einem Bauernhof.
Verbania
Werke des impressionistischen Bildhauers Paolo Troubetzkoy. Umfangeiche Sammlung von Gemälden, die häufig die See- und Berglandschaft des Verbano und der angrenzenden Gebiete zeigen.
Museum, Montagnola
Kostbare Zeugnisse der letzten 43 Lebensjahre Hermann Hesses, der bis zu seinem Tod in Montagnola gelebt hat.
Bot. Garten, Brissago
Brissago Inseln mit dem botanischen Garten des Kantons Tessin.
Museum, Lugano
Dauerausstellung moderner und zeitgenössischer Kunst, Wechselausstellungen.
Museum, Lugano
Aspekte der Natur und Umwelt des Kantons Tessin. Dioramen mit Pflanzen und Tieren der typischen Tessiner Lebensräume. Gesteinen, Mineralien und Fossilien (Reptilien des Monte San Giorgio). Große Pilzausstellung.