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28.2.2026
Deckeldose mit Schmetterlingen zu „Jugendstil international”, DE-79219 Staufen im Breisgau
Deckeldose mit Schmetterlingen, Vilmos Zsolnay, Zsolnay Porcelán Rt., Fünfkirchen, Ungarn, 1895-1900
© Badisches Landesmuseum, Foto: Hannes Deters
Jugendstil international zu „Jugendstil international”, DE-79219 Staufen im Breisgau

Ausstellung 06.02. bis 28.11.26

Jugendstil international

Keramische Kunst ohne Grenzen

Keramikmuseum Staufen

Wettelbrunner Straße 3
DE-79219 Staufen im Breisgau
Ganzjährig:
Mi-Sa 14-17 Uhr
So 12-17 Uhr

Die Epoche des ▸Jugendstils war durch eine unbändige Experimentierfreude gekennzeichnet: verschiedenste gestalterische Ausdrucksweisen traten nebeneinander auf. Je nach Temperament der Künstler entstanden äußerst eigenwillige und divergierende Formen. Die einen bevorzugten das Florale, andere arbeiteten eher geometrisierend. Hinzu kamen abweichende nationale und regionale Ausprägungen.

Dies hatte zur Folge, dass sich keine homogene Formensprache des Jugendstils herausbildete. Die Vielfalt wurde zum gemeinsamen Nenner. Die Ausstellung widmet sich diesen unterschiedlichen Ausprägungen der keramischen Kunst des Jugendstils in den jeweiligen Ländern.

Die Begriffe „Raumkunst”, „Gesamtkunstwerk” und „Universalkünstler” sind typisch für die Ära des Jugendstils. Die in der Ausstellung berücksichtigten Künstler wie Émile Gallé, Henry van de Velde, Richard Riemerschmid, Peter Behrens, Joseph Maria Olbrich oder Max Laeuger waren „Alleskünstler”: sie wagten sich über ihre ursprüngliche Ausbildung hinaus aus der Komfortzone in neue künstlerische Gebiete. So widmeten sich beispielsweise Maler der Architektur oder dem Kunsthandwerk, während Architekten begannen zu töpfern oder zu malen.

Der Jugendstil verstand sich als eine Reformbewegung, die alle Bereiche des modernen Lebens umfasste. Das gesamte Wohn- und Lebensumfeld des Menschen inklusive der praktischen Dinge des alltäglichen Gebrauchs sollte sich der neuen künstlerischen Durchgestaltung und dem zeitgemäßen Stil anpassen – einschließlich Architektur, Stuck, Glasfenstern, Tapeten, Vorhängen, Möbeln, Besteck bis hin zu Geschirr und keramischen Erzeugnissen. Peter Behrens brachte diese Auffassung treffend auf den Punkt: „Stil ist das Symbol des Gesamtempfindens, der ganzen Lebensauffassung einer Zeit, und zeigt sich nur im Universum aller Künste.”

Die Ausstellung ist eine Einladung, die spannende Welt des Jugendstils neu zu entdecken.

POI

Ausstellungsort

Keramik­museum

Voll­stän­dig ein­ge­rich­tete Werk­statt des Töpfer­meisters Josef Maier, der hier von 1898 bis in die 1940er Jahre tätig war. Töpfer­tradi­tion am Ober­rhein, all­täg­liche Arbeits­abläufe eines Töpfers. Arbeiten des Kunst­kera­mikers Egon Bregge.

Haupthaus, Karlsruhe

Badi­sches Landes­museum

Ur- und Früh­ge­schich­te, anti­ke Kul­tu­ren des Mittel­meer­raumes, nach­christ­liche Kunst, Kultur und Landes­ge­schich­te bis zur Gegen­wart.

Museum, Krefeld

Kaiser Wilhelm Museum

Impo­santes Ge­bäude im eklek­tischen Stil­plura­lismus des aus­gehen­den 19. Jahr­hunderts. Moderne und zeit­ge­nössi­sche Kunst (Slg. der Kunst­museen Kre­feld).

Museum, Dormagen

Kreis­museum Zons

Ehe­ma­lige Burg als Teil des histo­ri­schen En­sem­bles. Archäo­logie der Burg Friede­strom, Zinn des Jugend­stils, textile Kunst Helmut Hahns. Wech­seln­de Aus­stel­lun­gen zu The­men der An­ge­wand­ten Kunst.

Museum, Darmstadt

Museum Künstler­kolonie

Museum im Ernst-Ludwig-Haus, dem ehemaligen Atelier-Gebäude der Darmstädter Künstlerkolonie. Überblick über die Arbeiten der Künstler, die von 1899 bis zu Beginn des ersten Weltkrieges Mitglieder der Künstlergemeinschaft auf der Mathildenhöhe waren.

Bis 26.7.2026, Freising

Himm­li­sches Wieder­sehen

Die große Aus­stellung zeigt die künstle­rischen Ent­wick­lungen im München des 19. Jahr­hunderts und deren Einfluss auf die religiöse Malerei am Vorabend der Moderne.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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