Kartoffel-Technik-Museum
Hans Frischholz
Im Jahr 1716 baute der Amberger Pfarrer Heinrich Werner die Kartoffel zum ersten Mal in der Oberpfalz an. Sie wurde schon bald zum wahrscheinlich typischsten Gemüse der Oberpfalz. Man nannte die Region in früheren Zeiten auch „Erdäpfelpfalz”.
In den Anfängen pflanzte und erntete man die Knolle mit den bloßen Händen. Um den Kartoffelanbau zu erleichtern, entstand über die Jahrhunderte eine große Anzahl an Gerätschaften, die der ehemalige Kartoffelbauer Hans Frischholz - bekannt unter dem Hausnamen „Gloser Hans” - in einer leerstehenden Kartoffelscheune vor dem Verrosten bewahrt und liebevoll restauriert hat.
Viele der Geräte wie Häufel- und Beetpflug, Egge, Unkrautstriegel und Legemaschine, stammen aus seinem Besitz. Seine Sammlung umfaßt über hundert Geräte, die zum Anbau, zur Ernte sowie zur Weiterverarbeitung der Kartoffel Verwendung fanden.
Bei Voranmeldung erwartet den Besucher eine Kartoffelsuppe nach altem Hausrezept, und der Hausherr spielt auf seinem Schifferklavier und summt alte Lieder.