Ausstellung 17.07. bis 03.10.21

Historisches Museum Bamberg

Kleine Funde, große Geschichten

Ausgrabungen im Bamberger Dom

Bamberg, Historisches Museum Bamberg: Der heutige Bamberger Dom ist der vierte Kirchenbau an dieser Stelle. Die Ausstellung präsentiert Funde aller im Dom stattgefundenen Ausgrabungen. Diese verraten viel über die ehemalige Innenausstattung der Vorgängerkirchen. Bis 3.10.21

Seit rund 100 Jahren kommt es immer wieder zu archäologischen Ausgrabungen im Bamberger Dom. Besonders die Untersuchungen Walter Sages in den Jahren 1969-71 förderten interessante Objekte aus dem ersten, von Kaiser Heinrich II. errichteten Dom zu Tage.

Der heutige Bamberger Dom ist der vierte Kirchenbau an dieser Stelle. Die erste archäologisch nachweisbare Kirche bestand schon im 9./10. Jahrhundert. Sie war eine einfache Saalkirche, umgeben von einem Friedhof. Die zweite Kirche wurde unter Kaiser Heinrich II. erbaut und nach ihm Heinrichsdom benannt. Nach einem Brand 1081 entstand der dritte Kirchenbau. Da Bischof Otto I. die Bauarbeiten managte, wird dieser Dom gerne als Ottodom bezeichnet. Auch dieser Dom erlitt bei einem Brand 1185 schweren Schaden.

Die vierte Kirche ist der Dom, der heute noch steht, geweiht 1236. Nach seinem maßgeblichen Bauherrn Bischof Ekbert von Andechs-Meranien wird er auch Ekbertdom genannt. Dieser Dom ist ein völliger Neubau auf einem größeren Grundriss. Das Dominnere erfuhr bis heute noch weitere, tiefgreifende Umgestaltungen.

Die Ausstellung präsentiert Funde aller im Dom stattgefundenen Ausgrabungen. Diese verraten viel über die ehemalige Innenausstattung der Vorgängerkirchen. Highlight ist ein Modell des Inneren des ersten Doms, des einst prächtig ausgestalteten Heinrichsdoms.

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