Museum

Kloster Wessobrunn

mit Klostergarten und Apothekenmuseum

Wessobrunn: Erstmals 817 erwähntes ehemaliges Kloster mit langer und wechselvoller Geschichte. Führungen für kunstgeschichtlich interessierte Besucher, Klostergarten mit Heilkräutern, Apothekenmuseum.

Das Kloster Wessobrunn wird erstmals 817 im karolingischen Reichsklosterverzeichnis Kaiser Ludwig des Frommen urkundlich erwähnt. Seine Aufgaben lagen vermutlich zunächst in der Urbarmachung und Kolonisierung der Gebiete zwischen Lech und Ammer und in der Christianisierung. Im Laufe der Zeit gewann Wessobrunn immer mehr an kulturgeschichtlicher Bedeutung. Im Jahre 955, wenige Wochen vor der befreienden „Schlacht auf dem Lechfeld”, wurden Abt Thiento und sechs Mönche bei einem grauenvolle Überfall durch Schwerthiebe umgebracht.

In den folgenden Jahren erlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte. Die Äbte bemühten sich stets um die wissenschaftliche Ausbildung ihrer Mönche und haben diese auch zielbewusst gefördert. Fast alle Kleriker wurden ins Kommun-Studium oder an die Alma Benedictina nach Salzburg geschickt und vorwiegend zu Doktoren der Theologie und der Philosophie promoviert.

Im Jahr 1803 war das Ende der Klöster in Deutschland besiegelt. Die Mönche mussten das Kloster verlassen, die meisten Patres übernahmen pastorale Aufgaben in den Pfarreien, die zum Kloster gehört hatten. Die Gebäude waren dem Verfall preisgegeben, die Klosterkirche und die restlichen Gebäude diensten als Steinbruch. Prof. Dr. Johann Nepomuk Sepp, ein Historiker aus München, kaufte 1861 die noch übrigen Gebäude und wird heute mit Recht der „Retter von Wessobrunn” genannt.

Von 1913 an bezogen Benediktinerinnen das Kloster, engagierten sich für Kranke, Pflegbedürftige und Sterbende, eröffneten einen Kindergarten und fanden mit der Therapie für kranke, kränkelnde und erholungsbedürftige Kinder und Jugendliche ein weiteres Betätigungsfeld. Auch wurden umfassende Restaurierungsarbeiten vorgenommen.

Apothekenmuseum

Seit vielen Jahren werden im Kloster auch Führungen für kunstgeschichtlich interessierte Besucher vorgenommen. Zu sehen sind das beeindruckende Treppenhaus, der historische Fürstentrakt, der farbenfrohe Benediktussaal, das Apothekenmuseum, das ehemalige Labor, das kulturträchtige Skriptorium sowie der mit Heilkräutern bepflanzte Klostergarten. Die Hälfte der Gebäude wird heute von Naturkosmetik-Unternehmen genutzt, in der anderen Hälfte zogen traditionelle Handwerker und ein Seminarbetrieb ein.

Pharmazie

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