Museum

Kulmkeltendorf

Urgeschichtliches Freilichtmuseum

Kulming: Keltendorf mit Einrichtung und Figuren, deren Rekonstruktion sich am archäologischen Wissen sowie den Befunden des prähistorischen Siedlungsplatzes am Kulmberg bei Weiz orientieren: Palisaden-Vorwerk und Wachturm, Wirtschaftsgebäude, kupferzeitliches Lasinjahaus, Wohnhaus der Urnenfelder- und Hallstattzeit, Kulthügel mit Tierschädeln.

Das Kulm-Keltendorf präsentiert sich mit seinem Palisaden-Vorwerk und dem Wachturm als wehrhafte Anlage, womit zugleich auch der Zugang zur keltischen Anderswelt verdeutlicht wird.

Zu sehen sind neun Häuser mit Einrichtung und Figuren, deren Rekonstruktion sich am archäologischen Wissen sowie den Befunden des prähistorischen Siedlungsplatzes am Kulmberg bei Weiz orientieren.

Das urzeitliche Wirtschaftsgebäude ist ein Schwellenständerbau mit unverputzten Rutenwänden, schilfgedecktem Walmdach und Lehmboden, in dessen mit mannshohen Haselruten gesicherter Einfriedung Zwergziegen leben. Die Inneneinrichtung des kupferzeitlichen Lasinjahauses besteht aus zentraler Feuerstelle, Schlafstelle mit Rundholzrahmen, Reibsteinen, Stampfmörser und Funkenfang.

Der latènezeitliche Speicher gibt Auskunft über die keltische Expansion in Europa bis Christi Geburt. An den Pfählen samt daran befestigten Tierschädeln (Pferd, Schwein, Stier) erkennt man den Kulthügel.

Das Wohnhaus der Urnenfelder- und Hallstattzeit ist mit Bretterboden, Webstuhl, Ruhebett („Kline”), Lehnstuhl, Steigbaum zum Obergeschoss und gemauerte Feuerstelle mit Kochgeschirr sowie lebensgroßen Figuren (Keltenfürst, Diener mit Knaben am Steigbaum, spielendes Kind, Dienerin, Musikant mit Lyra, Frau mit Baby und Frau mit Handspindel) ausgestattet.

Die Rekonstruktion eines hallstattzeitlichen Backofens, eines Getreidespeichers der Spätbronzezeit und einer Schmiede ergänzen das Ensemble.

Ackergeräte, Getreidesorten und Gemüsepflanzen bezeugen die Tüchtigkeit der Kelten. Durch Bierbrauen wurde der Weinmangel ausgeglichen, mit der Erfindung der Sense die Viehzucht bis zur Exportfähigkeit gesteigert.

Archäologische Freilichtmuseen

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