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25.3.2023
Land-Frauen zu „Land-Frauen”, DE-51789 Lindlar

Ausstellung 01.03. bis 31.12.23

Land-Frauen

Arbeit in der Weimarer Republik

LVR-Freilichtmuseum

März bis Okt:
Di-So 10-18 Uhr
Nov bis Feb:
Di-So 10-16 Uhr

Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Lebensumstände, die Berufstätigkeit und die Bildungschancen von Frauen und Mädchen in den ländlichen Gebieten des Bergischen Landes in den 1920er Jahren. Der noch im Kaiserreich verordnete Lebensradius der Frau von „Kinder, Küche und Kirche” wurde nun – zumindest in der populären Darstellung – durch „Konsum, Kino und Kultur” ersetzt.

Doch wie haben sich die Lebensumstände der Frauen in der ländlichen Gesellschaft durch die in der Weimarer Verfassung verbürgte gesellschaftliche Gleichberechtigung konkret verändert? Entsprach dieser Mythos der „Neuen Frau” der Realität oder war dies nicht vielmehr ein klischeehaftes Bild, das bis heute zu Propagandazwecken in Szene gesetzt wird?

Die Ausstellung geht diesen spannenden Fragen nach und betrachtet die politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten.

Mitte der 1920er Jahre gingen bereits 30 Prozent der Frauen einer entlohnten Berufstätigkeit nach. Diese spezifischen Frauenberufe wie etwa Verkäuferin, Haushälterin, Fabrikarbeiterin oder Angestellte wurden schlecht bezahlt. Nur wenige Frauen arbeiteten als hochqualifizierte berufstätige Akademikerinnen. Die meisten Frauen arbeiteten in der Landwirtschaft. Dort mangelte es an Ausbildungsmöglichkeiten. In den 1920er Jahren richteten die örtlichen Landwirtschaftsschulen erstmals Klassen für Frauen und Mädchen ein und ermöglichten so eine erste Grundausbildung. Diese manifestierte jedoch auch ihre traditionelle Rolle als qualifizierte Bäuerin, Hausfrau und Mutter.

Die angesprochenen Themen werden in der Ausstellung anhand einzelner weiblicher Lebensgeschichten veranschaulicht. Sie zeigt zudem auf, wie aktuell die Fragestellungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur gleichen Bezahlung oder zum Berufswahlverhalten junger Frauen gegenwärtig sind.

Die Ausstellung ist Teil des Kooperationsprojektes „100 jahre bauhaus im westen”.

POI

Ausstellungsort

LVR-Frei­licht­museum

Lebens- und Arbeits­welt der Men­schen im Bergi­schen Land im aus­gehen­den 19. und begin­nen­den 20. Jahr­hun­dert. Typi­sche Hand­werke wie Schmie­den, Stell­mache­rei, Feilen­hauerei. Alte Haus- und Nutz­tier­rassen, typi­sche Obst­sorten der Region.

Bis 25.8.2024, Bergisch Gladbach

Martin Noël – Otto Freund­lich

Die Gegen­über­stellung möchte nicht nur dem Werk Martin NoëIs näher­kommen, sondern auch dazu bei­tragen, die Bedeutung Otto Freund­lichs als Künstler, Mensch und Idealist stärker ins öffent­liche Bewusst­sein zu holen.

Museum, Engelskirchen

Baum­woll­spinne­rei Ermen u. Engels

Gut er­hal­te­ner Ge­bäude­kom­plex von histo­ri­scher Be­deu­tung. Wasser­kraft­werk der Fabrik mit Tur­binen und Gene­rator.

Bis 10.11.2024, Köln

Charges­heimer

Der Auftrag lautete, reprä­senta­tive Auf­nahmen des Wieder­aufbaus der kriegs­zerstörten Stadt anzu­fertigen, dabei aber auch die „typischen” Kölner festzu­halten.

Bis 28.7.2024, Köln

1863 Paris 1874

Die Aus­stel­lung zeichnet den span­nen­den Weg der franzö­sischen Malerei nach und präsen­tiert ein faszi­nie­rendes Panorama an Künstlern, Stil­richtun­gen, Gattun­gen und Motiven.

Ab 13.7.2024, Köln

Ramses & das Gold der Phara­onen

Das multi­senso­rische Museums­erlebnis gibt einen faszi­nie­ren­den Einblick in das Leben und Er­rungen­schaften des legen­dären Pharao Ramses II.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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