Ausstellung 18.04. bis 23.08.26
Mit ihrer Ausstellung in Oldenburg kehrt Yenirce (*1992 in Qubînê) zurück in die Stadt, in der sie als Kind êzidischer Geflüchteter ihr erstes Zuhause in Deutschland fand. Diese biografische Verankerung bildet einen Resonanzraum für ihr künstlerisches Denken.
In den Installationen, Gemälden und Videowelten der Ausstellung verbindet Yenirce globale Themen wie Migration, feministische Selbstbehauptung und mediale Machtstrukturen mit persönlichen Erinnerungen an konkrete Orte, Stimmen und Begegnungen. So inszeniert die Künstlerin prägende Sammlungsstücke des Museums und Wandzeichnungen aus ihrer Jugend gleichwertig nebeneinander. Im Zentrum ihrer Malereien steht eine Reihe unterschiedlicher Frauen, die Yenirces Entwicklung maßgeblich geprägt haben.
Ob real oder ideell: Die Stimmen der Frauen aus Kunst und Literatur, Bildung und Politik verstärkt die Künstlerin in ihren Arbeiten zu einem kämpferischen und lebensfrohen „Chor der Frauen”. In den großflächigen Ölmalereien tauchen sie, mittels Siebdruck dargestellt, am Mikrofon sprechend, singend und applaudierend auf.
Ausstellungsort
Erstes eigens als „Kunsthaus” geschaffenes Bauwerk Niedersachsens, erbaut im Stil der florentinischen Renaissance 1865 bis 1867. Abteilung für moderne Malerei und Plastik des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte.
Haupthaus, Oldenburg
Schloss, Oldenburg
Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, beginnend mit Romantik und Klassizismus. Gemälde der deutschen Romantik, der Worpsweder Künsterkolonie, der Impressionisten Lovis Corinth, Max Liebermann und Max Slevogt sowie der Brücke-Maler Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde. Werke von Franz Radziwill.
Museum, Oldenburg
Der nordwestdeutsche Raum mit seinen vielfältigen Landschaften und die vor- und frühgeschichtlichen Spuren unserer Vorfahren.
Museum, Oldenburg
Schloss, Oldenburg
Residenz der Großherzöge von Oldenburg. Historische Prunkräume wie großer Schlosssaal, Marmorsaal und verschiedene Salons. Historisches Mobiliar und zahlreiche Kunstgegenstände. Rund 800 kulturgeschichtliche Exponate.