Museum

Löhe-Zeit-Museum

im Bahnhofsgebäude

Neuendettelsau: Lebensverhältnisse in Neuendettelsau („Deddsla”) in der Zeit, als Wilhelm Löhe Ortspfarrer war (1837-1872). Wohnkultur der bäuerlichen Schicht, Situation der unter- und nicht-bäuerlichen Bevölkerung, Auswanderer-Kolonien in Michigan/USA, Diakonissenanstalt und weibliche Textilarbeit.

Das sozialgeschichtliche Museum zeigt, wie die Menschen um 1850 in Neuendettelsau lebten. Als einziges Museum in Bayern thematisiert es dabei auch die fränkische Amerika-Auswanderung. Diese ist eng mit der Zeit verbunden, als Wilhelm Löhe Ortspfarrer war (1837-1872). Er gründete 1841 die Missionsanstalt und 1854 die Diakonissenanstalt Neuendettelsau.

Das Bauernzimmer zeigt die Wohnkultur des Vollbauern. Baldachinbett und Bauernschrank stammen aus der Gemeinde Neuendettelsau.

Im Handwerkerzimmer erinnern die Arbeitsgeräte eines Büttners, eines Leinenwebers sowie eines Maurers und Ziegelbrenners an die Schicht der dörflichen Handwerker.

Die Schlafstelle eines Knechts unter dem nackten Ziegeldach steht für die meist erbärmlichen Wohnverhältnisse der untersten dörflichen Schicht.

An die Nordamerika-Auswanderung fränkischer Siedler erinnern die Ausstellungsstücke im Löhe-Zimmer. Die meist von einem Pfarrer geleiteten Gruppen verpflichteten sich auch zur Indianer-Mission.

Einblick in die Arbeit der sog. „Industrieschulen” (Haushaltungsschulen) gewähren die Ausstellungsstücke im Textilzimmer.

Der Verfasser hat das Museum am 27.7.2014 besucht.

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