Ausstellung 05.12.20 bis 21.03.21

Kunstsammlungen Chemnitz

Lorenzetti, Perugino, Botticelli

Chemnitz, Kunstsammlungen Chemnitz: Die Ausstellung zeigt mit einer erstklassigen Auswahl der besten Tafeln aus der herausragenden Sammlung Bernhard von Lindenaus den Wandel und die ganze Breite der geistigen und irdischen Schönheit der mittelitalienischen Malerei. Bis 21.3.21

In Deutschland existiert eine weltberühmte Sammlung früher italienischer Malerei, die neben den großen und bekannten Sammlungen in der Alten Pinakothek München, den Alten Meistern der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Gemäldegalerie Berlin zu den größten und schönsten europäischen Konvoluten frühitalienischer Kunst außerhalb Italiens zählt: die Sammlung des Philanthropen und Politikers Bernhard August von Lindenau, die heute einen Kernbestand des Lindenau-Museum Altenburg bildet.

Lindenau trug 180 Tafeln des 13. bis 16. Jahrhunderts im 19. Jahrhundert zusammen und hatte dabei sein Augenmerk auf die Zeit vor Raffael gesetzt, so wie es viele Künstler der Romantik in Deutschland oder die sogenannten Präraffaeliten in England getan haben.

Geprägt ist die italienische Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts durch die allmähliche Loslösung der religiösen Darstellung von völliger geistiger Erhebung und himmlischer Transzendenz hin zu einer stärkeren weltlichen Orientierung und irdischen Schönheit. Dieser Wandel, der einhergeht mit einer selbstständigeren Ausformulierung künstlerischen Könnens in Italien, ist charakteristisch für den Wechsel des durch die byzantinische Kunst geprägten Mittelalters hin zur italienischen Renaissance und revolutionierte die europäische Kunst und Kulturgeschichte.

Die Ausstellung zeigt mit einer erstklassigen Auswahl der besten Tafeln aus der herausragenden Sammlung Bernhard von Lindenaus diesen Wandel und die ganze Breite der geistigen und irdischen Schönheit der mittelitalienischen Malerei dieser Zeit mit Tafeln u. a. von Sandro Botticelli, Perugino, Lippo Memmi, Pietro Lorenzetti, Marco Zoppo, Lorenzo Monaco und Luca Signorelli.

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